1. Mai in Ma­ria Schmolln

71. Friedens‑, Heim­keh­rer- und Sol­da­ten-Wall­fahrt

Auch bei der 71. Wall­fahrt des OÖKB war die Wall­fahrts­kir­che in Ma­ria Schmolln wie­der bis zum letz­ten Platz be­setzt. Dem Dank für die längs­te Frie­dens­pe­ri­ode die Eu­ro­pa bis­her er­leb­te, schloss sich auch die Bit­te an die Got­tes­mut­ter an, die­se wei­ter zu er­hal­ten. Wie not­wen­dig das ist zei­gen die Er­eig­nis­se der letz­ten Mo­na­te und Tage. All­machts­phan­ta­si­en und Kriegs­re­to­rik be­dro­hen den Welt­frie­den wie schon vie­len Jah­re nicht mehr. Ei­tel­kei­ten, Gier und Grö­ßen­wahn grei­fen un­ter den po­li­ti­schen Ver­ant­wor­tungs­trä­gern die­ser Welt wie­der um sich. Die letz­ten Krie­ge schei­nen ver­ges­sen, Ge­mein­schaf­ten wer­den auf­ge­kün­digt und der Bo­den für Kon­flik­te wird durch rück­sicht­lo­sen Na­tio­na­lis­mus be­rei­tet. Es ist Zeit dar­an zu er­in­nern, dass Hass und Ge­walt nie­mals Lö­sun­gen son­dern nur Pro­ble­me schu­fen. Dar­an soll­te die­se Heim­keh­rer-Wall­fahrt wie­der deut­lich er­in­nern.

Geist­li­che Be­glei­tung der Wall­fahrt er­folg­te durch Probst Mon­si­gno­re Mag. Wal­ter Plet­ten­bau­er, Pfar­rer Dr. Hen­ryk Pyka, Be­zirks­ku­rat Dia­kon Mar­tin Mu­igg.

Als Eh­ren­gäs­te da­bei : BR Fer­di­nand Tief­nig, LAbg. Da­vid Schießl, LAbg. Ge­rald Weil­buch­ner, LAbg./Bgm.a.D. Franz Wein­ber­ger, Be­zirks­haupt­mann Dr. Ge­org Wo­jak, Bez. Bürgermeister­sprecher, Bgm. Franz Ze­h­ent­ner, Bgm. Wil­fried Ger­ner, Vz­Bgmin. Chris­ti­ne Fors­ten­point­ner und Mit­glie­der des Ge­mein­de­vor­stand und Ge­mein­de­rat, Di­vi­sio­när i.R. GenLt. Karl Schoel­ler, ÖKB-Prä­si­dent BR/Bgm.a.D. Lud­wig Bie­rin­ger, OÖKB-Prä­si­dent Jo­hann Puch­ner, Vz­Präs. Her­bert Nöss­l­böck, EVz­Präs. Kons. Franz Renzl, BObm. Mi­cha­el Kendl­ba­cher mit sei­nen Stell­ver­tre­tern, Be­zirks­ob­mann des OÖ-Schwar­zes Kreuz VzBgm.a.D Wal­ter Haid, Be­zirks Po­li­zei­kom­man­dant Oberst Mar­tin Pum­ber­ger, Feu­er­wehr Ab­schnitts­kom­man­dant BR Jo­sef Ma­der­eg­ger, FF-Kom­man­dant HBI Ste­fan Liedl, Ob­frau der Gold­hau­ben und Kopf­tuch­trä­ge­rin­nen Kon­so­lent Frie­de­ri­ke Knechtl, Mu­sik­ver­ein Ma­ria Schmolln mit Kplm. Han­nes Bau­ch­in­ger und Stab­füh­rer Ger­hard Sattle­cker.

Gruß­wor­te und An­spra­chen :

Bgm. Wil­fried Ger­ner be­grüßt zur 71. Heim­kehrerwall­fahrt zum gemein­sa­mes Ge­den­ken an die Op­fer der Welt­krie­ge und zum Ge­bet für den Frie­den. Den Wert des Frie­den er­kennt man erst wenn man ihn nicht mehr hat. Und des­halb muss man im Frie­den Zei­ten schon zur Vor­sor­ge an jene Zei­ten zu er­in­nern, die nicht so fried­lich wa­ren. Das heu­ri­ge Mot­to : Frie­den ist un­se­re Bot­schaft – wir ver­bin­den Ge­nera­tio­nen“ ist sehr tref­fend, denn es ist be­son­ders wich­tig, dass sich die Ge­nera­tio­nen mit­ein­an­der ver­ste­hen und für die je­wei­li­gen Be­dürfnisse ein­tre­ten. Auch die­se Wall­fahrt trägt zur Er­in­ne­run­gen an die Schre­cken der Kriegs­zei­ten, als Mah­nung zum Frie­den bei. In gu­ten Zei­ten braucht es sol­che Wall­fahr­ten um das Be­wußt­sein wie wert­voll der Frie­den ist wach, zu hal­ten. Es ist im­mer wich­tig für den Frie­den in Ös­ter­reich, in Eu­ro­pa und in der Welt ein­zu­tre­ten.

Bun­des­rat Fer­di­nand Tief­nig, als Ver­tre­ter von Lan­des­haupt­mann Mag. Tho­mas Stel­zer, er­in­ner­te dar­an das wir auf 71 Jah­ren Frie­den und eben­so lan­ge auf die Heim­keh­rer ‑Wall­fahrt in Ma­ria Schmolln bli­cken dür­fen. Er be­ton­te die Ver­diens­te der Fa­mi­lie Spit­zer für de­ren Or­ga­ni­sa­ti­on. Das Ge­denk­jahr 2018, macht deut­lich in wel­chen po­li­tisch und wirt­schaft­lich be­weg­ten Zei­ten wir le­ben. Wie groß­ar­tig es ist das es in Mit­tel­eu­ro­pa 70 Jah­re Frie­den und Frei­heit gibt, zeigt uns der Blick nach Afri­ka und Asi­en. Die all­jähr­li­che Er­fül­lung des Wall­fahrts­ver­spre­chen ein­zu­lö­sen auch der Op­fer der Krie­ge zu ge­den­ken, an Krie­ger­denk­mä­lern Ehr­er­bie­tung und Mahn­wa­che für den Frie­den ab­zu­hal­ten so­wie für Eu­ro­pa als Frie­dens­werk ein­zu­tre­ten, ehrt den Ka­me­rad­schafts­bund. Das wir gren­zen­los durch Eu­ro­pa rei­sen ist für uns nicht selbst­ver­ständ­lich. Das dies ein Pri­vi­leg ist gilt es den nächs­ten Ge­nera­tio­nen zu ver­mit­teln. Dem Leit­satz -„Wir för­dern Frie­den“ ent­spre­chend be­müht sich der OÖKB als Wer­te­ge­mein­schaft nach den Grund­sät­zen der christ­lich abend­län­di­schen Welt­an­schau­ung mit al­len Völ­kern und Län­dern im Frie­den zu le­ben. Auch wenn Com­pu­ter und IT Tech­nik die Welt mas­siv ver­än­dert und für den Er­halt der Si­cher­heit dras­ti­sche Maß­nah­men er­for­der­lich sind, muss Frei­heit und Mensch­lich­keit im­mer im Vor­rang ha­ben. Die Wall­fahrt zur Kö­ni­gin des Frie­dens“ bringt dies in wür­de­vol­ler Form er­neut zum Aus­druck.

Lan­des­ge­schäfts­füh­rer Ben­no Schi­nagl dank­te Obm. Ger­hard Spit­zer und sei­nem Team, so­wie dem Heim­keh­rer-Ko­mi­tee des Be­zir­kes für die wie­der­um vor­bild­li­che Aus­rich­tung die­ser Wall­fahrt. Bei der 70. Ju­bi­lä­ums­wall­fahrt im letz­ten Jahr wa­ren ins­be­son­de­re die Heim­keh­rer in den OÖKB-Orts­grup­pen des ge­sam­ten Be­zir­kes, mit sei­nen rund 6.000 Mit­glie­dern, ein­ge­la­den wor­den. Es wa­ren knapp zwan­zig Ka­me­ra­den. Da­mit wur­de sicht­bar wie we­ni­ge die­ser hoch be­tag­ten Mit­glie­der noch un­ter uns wei­len. Sie könn­ten längst ver­ges­sen sein oder selbst Er­leb­tes ver­ges­sen ha­ben. Sie sind es nicht und ha­ben auch nicht ver­ges­sen wie viel ihre Heim­kehr be­deu­tet hat. Das konn­te man dar­in se­hen, dass sie trotz ih­res Al­ters und man­cher kör­per­li­chen Be­schwer­den an die­ser Wall­fahrt teil­ge­nom­men ha­ben. Sie zeig­ten da­mit deut­lich wel­chen Stel­len­wert der Glau­be in ih­rem Le­ben ein­ge­nom­men hat. Eine je­ner Frau­en, die all­jähr­lich mit der Un­ter­stüt­zung ih­res Gat­ten, der jahr­zehn­te­lang die Wall­fahrt or­ga­ni­siert hat­te, ist die Mut­ter des heu­ti­gen Ob­manns, Anna Spit­zer. Ihr gilt auch heu­te wie­der ein ganz be­son­de­rer Dank. Sie kann si­cher viel dar­über be­rich­ten, welch tie­fe Dank­bar­keit die Ka­me­ra­den für ihr Über­le­ben in den schreck­li­chen Kriegs­jah­ren und ihre oft schwie­ri­ge Heim­kehr emp­fun­den ha­ben. Was sie er­lebt ha­ben kann sich heu­te kaum je­mand vor­stel­len. Es hat sie in ih­rem un­er­schüt­ter­li­chen Glau­ben be­stärkt, der sie auch nach sieb­zig Jah­ren zu die­ser Wall­fahrt kom­men ließ. Nicht nur die Grün­der, son­dern auch der heu­ti­ge Ka­me­rad­schafts­bund be­kennt sich als christ­li­che Wer­te­ge­mein­schaft dazu. Da­her soll­te es für alle Ka­me­ra­din­nen und Ka­me­ra­den eine Ver­pflich­tung sein, we­nigs­tens ein­mal im Jahr bei ei­ner der Wall­fahr­ten des OÖKB in den Be­zir­ken des Lan­des da­bei zu sein, um die­ses Be­kennt­nis auch zu le­ben. Fast täg­lich wer­den wir seit Jah­ren durch die Me­di­en mit an­geb­li­chen Un­zu­läng­lich­kei­ten der po­li­tisch Ver­ant­wort­li­chen und mit un­säg­li­chen“ Zu­stän­den in un­se­rem Hei­mat­land kon­fron­tiert. Al­les sei schreck­lich und un­ge­recht. Ja, schlech­te Nach­rich­ten brin­gen In­ter­es­se. Das ge­hört zum Ge­schäft der Bran­che um Auf­merk­sam­keit zu er­zeu­gen. Aber se­hen wir uns doch mit wa­chem Haus­ver­stand hier und heu­te um. Wir le­ben in ei­nem Pa­ra­dies, in dem je­der in Si­cher­heit und Wohl­stand le­ben kann. Nicht um­sonst ma­chen sich Mil­lio­nen aus fer­nen Län­dern auf um nach Eu­ro­pa und auch in un­ser Hei­mat­land zu kom­men. Sie ris­kie­ren al­les, so­gar ihr Le­ben, um an den Seg­nun­gen un­se­res Wohl­fahrts­staats teil­zu­ha­ben. Wir sind rund­um ver­sorgt und le­ben in ei­nem so­zi­al und wirt­schaft­lich er­folg­rei­chen Um­feld und be­kom­men doch nie ge­nug. Et­was De­mut und Dank­bar­keit täte gut. Wenn al­les wirk­lich im Ar­gen lie­gen wür­de und die Ver­ant­wor­tungs­trä­ger wirk­lich al­les ver­kehrt ge­macht hät­ten, wo wä­ren wir dann wirk­lich ? Ver­glei­chen wir in wel­chem Zu­stand un­ser Hei­mat­land 1945 war. Was die Heim­keh­rer vor­ge­fun­den und mit­ge­macht hat­ten. Sie ha­ben sich nicht be­dau­ert oder re­si­gniert, son­dern ha­ben an­ge­packt um die­ses schö­ne Land wie­der auf­zu­bau­en. Ihre Mo­ti­va­ti­on ha­ben sie in ei­nem Satz zum Aus­druck ge­bracht, den je­der von uns der als Kind der Nach­kriegs­ge­nera­ti­on an­ge­hör­te im­mer wie­der zu hö­ren be­kam : Euch soll es ein­mal bes­ser ge­hen!“. Das ha­ben un­se­re Vä­ter er­füllt. Sie ha­ben nun uns den Auf­trag wei­ter ge­ge­ben. Wir soll­ten das was wir er­hal­ten ha­ben schät­zen, be­schüt­zen, be­wah­ren. Wir müs­sen mit dem glei­chen Mut und mit Haus­ver­stand den Auf­trag die­ses Sat­zes wei­ter ver­fol­gen. Er ist das un­aus­ge­spro­che­ne Leit­mo­tiv des OÖKB, dem wir uns ver­pflich­tet se­hen. Mit Dank­bar­keit dür­fen wir mehr als sieb­zig Jah­re in Frie­den er­le­ben. Wie wich­tig aber die Er­in­ne­run­gen und Ge­den­ken an den Krieg sind, soll­ten uns die Er­eig­nis­se der letz­ten Zeit wie­der deut­lich zei­gen. Wenn Olig­ar­chen, Dik­ta­to­ren und macht­be­ses­se­ne Prä­si­den­ten ihre macht­po­li­ti­schen Plä­ne an­de­ren auf­drü­cken wol­len und Krieg und Ge­walt für sich als le­gi­ti­me Mit­tel wie­der ent­de­cken, muss uns be­wusst wer­den, dass wir da­ge­gen nur als star­ke Ge­mein­schaft auf­tre­ten kön­nen. Wenn sich die Welt in drei gro­ße Wirt­schafts- und Macht­blö­cke, den ame­ri­ka­ni­schen, asia­ti­schen und eu­ro­päi­schen sam­melt, dür­fen wir es nicht zu­las­sen, dass in Eu­ro­pa Neid und Zwie­tracht ge­sät wird und die Eu­ro­päi­sche Uni­on wie­der auf­ge­spal­ten wird. Wenn ein Wirt­schafts­raum wie Chi­na und In­di­en mit mehr als die Hälf­te der Welt­be­völ­ke­rung ge­gen die Welt­macht Ame­ri­ka um Res­sour­cen und Märk­te ringt, steht ge­ra­de für Eu­ro­pa mit nur zehn Pro­zent der Welt­be­völ­ke­rung die Zu­kunft auf dem Spiel. Wel­che Be­deu­tung ein ein­zel­ner eu­ro­päi­scher Staat in ei­nem sol­chen Rin­gen spie­len kann, dürf­te je­dem klar sein. Wer da glaubt das Heil in ei­nem neu­en Na­tio­na­lis­mus zu fin­den, läuft ge­nau in die von be­stimm­ten Geis­tern auf­ge­stell­te Fal­le. Sie schü­ren Un­zu­frie­den­heit, ha­ben kei­ne Lö­sun­gen und wol­len nur an die Macht. Was die Rück­kehr zum Na­tio­na­lis­mus be­deu­ten wür­de, ha­ben wir schon bit­ter ge­nug er­fah­ren. Nur Ge­mein­schaft macht uns stark, auch wenn sie uns was kos­tet und nicht im­mer leicht fällt. Das wis­sen die ein­gangs er­wähn­ten Ka­me­ra­den und ehe­ma­li­gen Kriegs­teil­neh­mer am bes­ten und da­her tre­ten wir für sie ein zum Wohl und zum Schutz un­se­rer Hei­mat. Ich dan­ke al­len Teil­neh­mern, Gäs­ten und Eh­ren­gäs­ten für ihr Kom­men und freue mich be­reits auf die nächs­te Wall­fahrt 2019. Herz­li­chen Dank für die Auf­merk­sam­keit !

ÖKB-Prä­si­dent BR/Bgm.a.D Lud­wig Bie­rin­ger : Zum 71. Mal hat sich der ÖKB zur Friedens‑, Sol­da­ten- und Heim­kehrerwall­fahrt“ hier in Ma­ria Schmolln ein­ge­fun­den, wel­che 1947 von je­nen Kriegs­teil­neh­mern des WKII wel­che das Glück hat­ten in die Hei­mat zu­rück­keh­ren zu kön­nen, be­grün­det und zeit­lich auf den 1. Mai fest­ge­legt wur­de, um in der Stät­te des Ge­be­tes je­ner zu ge­den­ken, wel­chen das Nach­hau­se­kom­men nicht ge­gönnt war. Es wird in die­sem Zu­sam­men­sein in auf­rich­ti­ger Ver­bun­den­heit zum Aus­druck ge­bracht, dass die ge­fal­le­nen und ver­miss­ten Ka­me­ra­den nicht ver­ges­sen sind. Denn nur wer ver­ges­sen wird, ist auf alle Zei­ten ver­stor­ben“. Der ÖKB tritt wei­ter­hin un­ein­ge­schränkt da­für ein die Op­fer der Krie­ge nicht zu ver­ges­sen. Im Ge­denk­jahr 2018 wer­den wir dar­an er­in­nert, dass vor 100 Jah­ren der WKI sein Ende ge­fun­den hat, die Re­pu­blik Ös­ter­reich ge­grün­det wur­de, die da­mals ei­gent­lich nie­mand woll­te. Die Si­cher­heit die­ses Lan­des lag in Hän­den ei­nes fi­nan­zi­ell aus­ge­hun­ger­ten Bun­des­heers, so­dass sich man­gels Ver­trau­en so­ge­nann­te po­li­ti­sche Wehr­ver­bän­de grün­de­ten. Schluss­end­lich ha­ben die­se 1934 auf­ein­an­der ge­schos­sen ha­ben. Vor 80 Jah­ren wur­de der Name Ös­ter­reichs mit dem Ein­marsch Hit­ler-Deutsch­lands von der Land­kar­te ge­stri­chen und man hat die­ses un­ser Land nach dem Ende des Zwei­ten Welt­krie­ges im Mai 1945 durch Män­ner und Frau­en der so­ge­nann­ten Kriegs­ge­nera­ti­on wie­der ge­grün­det und auf­ge­baut. Es hat dar­un­ter eine Rei­he be­herz­ter Män­ner ge­ge­ben die ge­sagt ha­ben, als Dank da­für, dass uns der Herr­gott ein Nach­hau­se­kom­men aus Krieg oder Ge­fan­gen­schaft er­mög­licht hat, wol­len wir all­jähr­lich eine Wall­fahrt aus­rich­ten. Es darf hier und heu­te klar und deut­lich zum Aus­druck ge­bracht wer­den, dass vom ÖKB in ganz Ös­ter­reich zu die­sem An­laß Wall­fahr­ten statt­fin­den. Mir ist es ein An­lie­gen der Fa­mi­lie Spit­zer und dem Heim­keh­rerko­mi­tee“ Dank und An­er­ken­nung da­für aus­zu­spre­chen, dass je­ner ge­dacht wird, wel­che in Krie­gen fern der Hei­mat ihr Le­ben las­sen muss­ten. Kei­ner ist mit Be­geis­te­rung in den Krieg ge­zo­gen und kei­ner hat ger­ne dar­an teil­ge­nom­men. Es gibt heu­te ge­nü­gend Krie­ge auf der Welt, die uns via TV täg­lich vor Au­gen ge­führt wer­den. Die Bun­des­re­gie­rung hat in ih­rer Re­gie­rungs­er­klä­rung er­neut ein Be­kennt­nis zum Bun­des­heer ab­ge­legt. Es darf aber nicht bei Wor­ten blei­ben, son­dern es müs­sen auch Ta­ten fol­gen und fi­nan­zi­el­le Mit­tel für die Lan­des­ver­tei­di­gung be­reit­ge­stellt wer­den. Die Si­cher­heit der Be­völ­ke­rung zählt zwei­fels­oh­ne zu den wich­tigs­ten Ver­ant­wor­tungs­be­rei­chen je­der Re­gie­rung. Der ÖKB ist stets dar­auf be­dacht, dass man die­ser Pflicht auch nach­kommt. Es lebe der ÖKB, es lebe un­ser Va­ter­land die Re­pu­blik Ös­ter­reich, in ei­nem frei­en und ver­ein­ten Eu­ro­pa ! Dan­ke für die Auf­merk­sam­keit.

Pre­digt von Probst Mon­si­gno­re Mag. Wal­ter Plet­ten­bau­er : Der Frie­de, der heu­te schon mehr­mals er­wähnt wur­de, ist tat­säch­lich ein sehr ho­hes Gut für das sich je­der Ein­satz lohnt. Das Stre­ben nach Frie­den be­deu­tet zu­nächst, dass man be­reit ist mit Glei­chem zu ver­gel­ten. Die­se For­de­rung steht im Evan­ge­li­um. Die­ser Grund­satz hat im al­ten Tes­ta­ment mit der Auf­for­de­rung Zahn um Zahn“ be­reits ge­gol­ten. Wenn man eine gute Tat im­mer nur mit Bö­sem ver­gilt und sich die ab­so­lu­te Ver­gel­tung auf die Fah­nen schreibt, dann kann es kei­nen Frie­de ge­ben. Das kön­nen wir auch heu­te den Me­di­en ent­neh­men. Die heu­ti­ge Heim­kehrerwall­fahrt, ist vor 71 Jah­ren von ehe­ma­li­gen Sol­da­ten zum Dank für ihre Heim­kehr aus Krieg oder Ge­fan­gen­schaft ge­grün­det wor­den. Die meis­ten die heu­te hier sind, sind in der mehr als 70-jäh­ri­gen Frie­dens­zeit auf­ge­wach­sen. Vie­le Heim­keh­rer ha­ben sehr jung zum Kriegs­dienst ein­be­ru­fen den grau­sams­ten Krieg der Ge­schich­te mit­er­le­ben. Dass sie da­bei nicht nur Scha­den durch kör­per­li­che Ver­wun­dun­gen, son­dern ins­be­son­de­re auch im see­li­schen Be­reich er­lit­ten ha­ben, liegt auf der Hand. Wie we­nig selbst­ver­ständ­lich ein fried­li­ches Mit­ein­an­der ist, zei­gen die Krie­ge der Ge­gen­wart in Sy­ri­en, im Irak, Af­gha­ni­stan, in der Ukrai­ne, so­wie Kon­flik­te und Ter­ror welt­weit. Es ist nicht selbst­verständlich, dass sich der Krieg von da­mals in Eu­ro­pa in den Be­zie­hun­gen ge­wan­det hat. Aber in die­ser Stun­de un­se­res Zu­sam­men­seins steht die Dank­bar­keit über eine glück­liche Heim­kehr an ers­ter Stel­le. Wir dür­fen Gott dan­ken, dass Krieg und Ge­walt in Eu­ro­pa vor­bei sind und die Ver­gan­gen­heit nie mehr Nähr­bo­den für Ag­gres­sio­nen wird, wie auf dem Bal­kan noch vor ei­ni­gen Jah­ren über­aus leid­voll er­fah­ren. Es geht bei der Er­in­ne­rung an un­se­re Ge­schich­te dar­um, of­fen und trans­pa­rent für die Er­fah­run­gen und das Schick­sal an­de­rer zu wer­den. Der To­ten der Krie­ge zu ge­den­ken ist ein Lie­bes­dienst so­wohl der An­ge­hö­ri­gen wie auch der Glau­bens­ge­mein­schaft, letzt­lich eine Men­schen­pflicht. Für uns Chris­ten gibt es auch eine an­de­re Heim­kehr wie im heu­ti­gen Evan­ge­li­um an­ge­spro­chen : All­mäch­ti­ger Gott, du hast die Welt für die Men­schen er­schaff­ten als ir­di­sche Woh­nung und ewi­ge Hei­mat.” Und so müs­sen wir an die letz­te und ewi­ge Heim­kehr den­ken, die wir nur durch das Tor des To­des er­rei­chen. Wir bit­ten auch den hei­li­gen Jo­sef als Pa­tron für eine gute Ster­be­stun­de und auch an den hei­li­gen Mi­cha­el. Die Heim­kehrerwall­fahrt zum größ­ten Wall­fahrts­ort im Inn­vier­tel, der 260 Jah­re Ge­schich­te hat in de­nen sie­ben Jahr­zehn­ten die Friedens‑, Sol­da­ten und Heim­kehrerwall­fahrt des ÖKB statt­fin­det, zeigt eine be­son­de­re Wert­schät­zung. Ge­schätz­te Mit­glie­der des Ka­me­rad­schafts­bunds, als Lei­ter des Ge­denk­got­tes­diens­tes sage ich euch auf­rich­ti­gen Dank für die Teil­nah­me an die­ser Wall­fahrt und er­su­che euch die­se Tra­di­ti­on im Sin­ne des christ­li­chen Glau­bens wei­ter­hin fort­zu­füh­ren. Herz­li­chen Dank und Got­tes Se­gen !

OÖKB – Be­zirks­ob­mann Mi­cha­el Kendl­ba­cher : Zum 71. Mal kommt der KB in Ma­ria Schmolln zur Friedens‑, Sol­da­ten und Heim­kehrerwall­fahrt“ zu­sam­men um zu dan­ken. Dan­ken da­für, dass wir so lan­ge in Frie­den le­ben dür­fen, ei­nem Frie­den der nicht selbst­ver­ständ­lich ist wenn wir uns um­schau­en wie es in vie­len Tei­len der Erde zu­geht. Das Mot­to des OÖKB Be­zir­kes Brau­nau lau­tet Frie­den un­se­re Bot­schaft – wir verbin­den Ge­nera­tio­nen“. Wir set­zen die Idea­le un­se­rer Grün­der­vä­ter, die Krie­ge über­lebt ha­ben, da­nach vor dem Nichts ge­stan­den sind und sich in ka­me­rad­schaft­li­cher Wei­se in ei­nem von ih­nen ge­grün­de­ten Ver­ein ge­gen­sei­tig un­ter­stützt ha­ben, fort. Der OÖKB tritt für ein ver­bin­den­des Mit­ein­an­der und so­mit für Frie­den in Frei­heit ein. Ge­walt­herr­schaft und Un­frie­den wer­den of­fen an­ge­spro­chen, so­dass nicht mehr ge­schieht, was im 20. Jahr­hun­dert in zwei Welt­krie­gen ge­sche­hen ist. Im OÖKB sind alle Be­völ­ke­rungs­schich­ten und po­li­ti­schen Rich­tun­gen ver­tre­ten und ger­ne ge­se­hen, weil un­se­re Wer­te für je­des funk­tio­nie­ren­de Mit­ein­an­der Gül­tig­keit ha­ben : Mensch­lich­keit, Treue, Ehr­lich­keit, Hilfs­be­reit­schaft, Ver­läss­lich­keit, Pünkt­lich­keit, Glau­be und Hei­mat­lie­be. Der OÖKB ist eine auf Tra­di­ti­on auf­bau­en­de, sinn­stif­ten­de, christ­lich-to­le­ran­te, aber nicht al­les gut­hei­ßen­de Wer­te­ge­mein­schaft und re­prä­sen­tiert so­mit ein Kern­stück un­se­rer Ge­sell­schaft. Der OÖKB ver­steht sich als Un­ter­stüt­zer der Mit­glie­der bei den Be­mü­hun­gen für Frie­den in Frei­heit und Si­cher­heit und als Brü­cke zwi­schen Ver­gan­gen­heit un­se­rer Hei­mat und Zu­kunft in der Eu­ro­päi­schen Uni­on. Es gibt lei­der im­mer noch Leu­te die uns die­se Wer­te ab­spre­chen wol­len. Wir wer­den al­les dar­an set­zen um Bes­ser­wis­sern zu zei­gen dass wir nicht Träu­mer oder Schön­red­ner sind. Nein, un­se­re Grün­der ha­ben es selbst er­lebt und wir wer­den es nie ver­ges­sen was sie durch­ma­chen muss­ten. Wir sind dank­bar, dass sie das herr­li­che Land auf­ge­baut ha­ben in dem wir heu­te le­ben dür­fen. Des­halb le­ben wir das Ge­den­ken an Ge­fal­le­ne und Ver­miss­te der Welt­krie­ge. Wir mah­nen die Ge­nera­tio­nen und er­in­nern an die Er­fah­run­gen der Ver­gan­gen­heit. Dar­um for­dern wir alle Mit­glie­der auf Sen­den wir eine Bot­schaft, le­ben wir Ka­me­rad­schaft, denn ge­mein­sam sind wir stark und kön­nen so un­se­ren Teil zum Frie­den in un­se­rem schö­nen Öster­reich bei­tra­gen“. Ein herz­li­ches und ver­bin­den­des Glück auf !