8. Mai 2020 — Weltrotkreuztag

Helfer in der Not und Beispiel fürs Miteinander!

Nicht nur in Zeit­en der Pan­demie, kann sich jed­er im Not­fall auf die Hil­fe des Roten Kreuzes in Oberöster­re­ich ver­lassen. Es ist ger­adezu ein Muster­beispiel des typ­isch oberöster­re­ichis­chen „Miteinan­der“. So sind von 24.000 Mitarbeiter/innen, 22.000 Oberöster­re­icherin­nen und Oberöster­re­ich­er ehre­namtliche Helfer/innen. Unter Ihnen auch viele Kam­eradin­nen und Kam­er­aden des OÖ Kam­er­ad­schafts­bunds.

3.2 Mio Stunden 2019

Sie haben let­ztes Jahr 3,2 Mil­lio­nen ehre­namtliche Stun­den bei 568.000 Ein­sätzen geleis­tet. 2019 haben sie 24 Mil­lio­nen Kilo­me­ter bei Ret­tungs- und Kranken­trans­porten zurück­gelegt. Eine immense Leis­tung, die in OÖ schein­bar selb­stver­ständlich erbracht wird.

2020 eine besondere Herausforderung

Durch den Aus­bruch von Covid-19 sind 2020 die Anforderun­gen ger­adezu explodiert. So sind zum fordern­den Tages­be­trieb noch 20.000 Probe­ab­nah­men, der hochsen­si­ble Trans­port von 16.000 Coro­na-Patien­ten oder auch 57.000 Anrufe bei der zur Rot Kreuz Coro­na-Hot­line ange­fall­en. Inner­halb kürzester Zeit hat das Rote Kreuz alle erforder­lichen Not­fall­maß­nah­men in Gang geset­zt und auch im Krisen­stab der Lan­desregierung aktiv mit­gewirkt.

Professionell mit Krisen umgehen

Der Rot Kreuz Lan­desret­tungskom­man­dant Rein­hard Schmidt hat als tech­nis­ch­er Ein­sat­zleit­er aus dem Krisen­stab her­aus den Ein­satz sein­er Rot Kreuz Helfer(inne)n per­fekt auf die Erfordernisse abges­timmt und geleit­et. So sind ohne zu stock­en Zugangskon­trollen für Kranken­häusern errichtet, Ein­satz­fahrzeuge für Corona-Patient(inn)en umge­baut, Dri­ve-In Test­sta­tio­nen ein­gerichtet und viele weit­ere Auf­gaben rei­bungs­los bewältigt wor­den. Auch diese zusät­zlichen Belas­tun­gen haben die Rot Kreuz Helfer/innen mit pro­fes­sioneller Gelassen­heit gekon­nt gemeis­tert. Gemein­sam kon­nte so die Pan­demie frühzeit­ig, zusam­men mit den Oberösterreicher(inne)n die sich an die Vor­gaben der Bun­desregierung gehal­ten haben, eingedämmt wer­den. Damit sind viele Leben gerettet wor­den.

Öffentlicher Dank am Weltrotkreuztag

Eine Bilanz ihrer Leis­tun­gen wird unter nor­malen Umstän­den beim alljährlichen Fest zum Wel­trotkreuz­tag in Oberöster­re­ich vom Präsi­den­ten OMR Dr. Wal­ter Aichinger präsen­tiert. Der Wel­trotkreuz­tag ist auch Anlass, ihnen dafür Dank und Anerken­nung auszus­prechen. Zahlre­iche Ehrengäste, Part­ner und Spon­soren kom­men dort mit Ihren Lobesworten für die lan­desweit größte human­itäre Hil­f­sor­gan­i­sa­tion und ihre Helfer, zu Wort. Darunter sind stets Lan­deshaupt­mann Mag. Thomas Stelz­er oder LH-Stel­lvertreterin Mag.a Chris­tine Haber­lan­der. Sie haben heuer nach dem Aus­fall des Festes den beson­deren Dank des Lan­des Oberöster­re­ich in ein­er eige­nen Presseaussendung zum Aus­druck gebracht.

Dank und Wertschätzung des OÖKB

Auch der Oberöster­re­ichis­che Kam­er­ad­schafts­bund sagt an dieser Stelle allen haupt­beru­flichen und frei­willi­gen Mitarbeiter(inne)n des Roten Kreuzes, die sich selb­st­los und beispiel­haft für alle Men­schen die ihre Hil­fe brauchen ein­set­zen, her­zlich danke

Die Geschichte zum Weltrotkreuztag

Zum Geburt­stag seines Grün­ders und späteren Nobel­preisträgers Hen­ry Dunant am 8. Mai 1828 wird der Wel­trotkreuz­tag gefeiert. Der Schweiz­er Geschäfts­mann war 1859 Zeuge der Schlacht bei Solferi­no. Tief betrof­fen vom Mas­sak­er an dem Sol­dat­en organ­isierte er spon­tan Hil­fe für die Ver­wun­de­ten. Mit dem frischen Ein­druck des Erlebten schrieb er das Buch “Eine Erin­nerung an Solferi­no” und grün­dete 1863 die heute größte unab­hängige Hil­f­sor­gan­i­sa­tion der Welt. Das Rote Kreuz und den Rote Halb­mond gibt es nun 188 Län­dern der Welt. Das Vor­bild Hen­ry Dunants zeigt dass jed­er Einzelne etwas bewe­gen kann! Ide­al­is­mus und die Liebe zum Men­schen haben die großar­tige Idee der poli­tisch unab­hängi­gen und men­schlich selb­st­losen Hil­fe bis heute zu dieser großen Organ­i­sa­tion wach­sen lassen. Ihre Werte sind seit mehr als 150 Jahre für die Men­schen spür­bar.