Der LANDESHAUPTMANN

Liebe Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher !

Un­ser Land steht vor ei­ner gro­ßen Be­wäh­rungs­pro­be. Wir er­le­ben im Mo­ment eine be­son­de­re Si­tua­ti­on, die uns alle for­dert. Wir wis­sen aber auch : Un­vor­her­ge­se­he­ne Her­aus­for­de­run­gen wird es im­mer ge­ben. Es kommt dar­auf an, wie wir da­mit umgehen.

Die Re­gie­rung hat heu­te wie­der ein weit­rei­chen­des Maß­nah­men­pa­ket im Kampf ge­gen den Co­ro­na-Vi­rus be­schlos­sen. Als Land set­zen wir die­se Maß­nah­men 1 zu 1 um. Die Maß­nah­men, die ak­tu­ell ge­trof­fen wer­den müs­sen, sind schmerz­lich, aber not­wen­dig. Denn es sind Schrit­te, die Le­ben ret­ten. Für vie­le wird der Co­ro­na-Vi­rus kei­ne gro­ßen Fol­gen ha­ben, für ei­ni­ge – hof­fent­lich sehr we­ni­ge – aber schwerste.

Daher ist jetzt keine Zeit, für lange Debatten 

– jetzt muss ge­han­delt wer­den. Jetzt ist auch nicht die Zeit über Null-Schul­den-Po­li­tik zu re­den, son­dern jetzt ist die Zeit, um je­den ein­zel­nen Ar­beits­platz und je­den Be­trieb zu kämp­fen. Die Schul­den­brem­se wird da­her vor­über­ge­hend aufgehoben

Die Maßnahmen der Bundesregierung im Detail :

  • Alle Lo­ka­le (Re­stau­rants, Bars und Kaf­fee­häu­ser etc.) – aus­ge­nom­men Be­her­ber­gungs­be­trie­be – sind täg­lich ab 15:00 Uhr ge­schlos­sen zu halten.
  • Der Han­del wird ab Mon­tag für eine Wo­che ge­schlos­sen – aus­ge­nom­men da­von sind der Le­bens­mit­tel­han­del, Apo­the­ken, Dro­ge­rien, Tier­fut­ter-Ge­schäf­te oder Bank- und Post-Filialen. 
  • Alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler dür­fen be­reits ab Mon­tag zu­hau­se blei­ben. Selbst­ver­ständ­lich ste­hen Be­treu­ungs­mög­lich­kei­ten zur Verfügung. 
  • Grenz­kon­trol­len zur Schweiz und zu Liech­ten­stein wer­den eingeführt. 
  • Die Flug­ver­bin­dun­gen nach Frank­reich, Spa­ni­en und Schweiz wer­den eingestellt. 
  • Die Lan­des­ver­wal­tung mit ih­ren Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern wer­den ih­ren Dienst so­weit als mög­lich von zu­hau­se aus verrichten. 
  • Klar ist : Die Da­seins­vor­sor­ge wird si­cher­ge­stellt – eben­so al­les was not­wen­dig ist, um die öf­fent­li­che Si­cher­heit zu gewährleisten. 

Wie geht es mit ihrem Job oder Unternehmen weiter ?

Fakt ist, dass wir im Jahr 2018 eine nach­hal­ti­ge Trend­wen­de in de­r­ober­öster­rei­chi­schen Fi­nanz­po­li­tik er­reicht ha­ben – mit kei­nen neu­en Schul­den und dem Ab­bau be­stehen­der Schul­den. War­um ? Weil wir kom­men­den Ge­nera­tio­nen ei­nen Ruck­sack vol­ler Chan­cen über­ge­ben wol­len und kei­nen Schul­den­berg. Wir ha­ben aber durch un­se­re Null-Schul­den-Po­li­tik auch fi­nan­zi­el­le Mus­keln auf­ge­baut, mit de­nen wir jetzt ei­nen Schutz­schirm auf­span­nen kön­nen. Denn ei­nes ist klar : Wir wer­den al­les da­für tun, um Ar­beits­plät­ze zu si­chern und die OÖ Wirt­schaft zu stärken.

Das Wichtigste ist, jetzt die Ausbreitung zu verlangsamen.

Da­mit wir Zeit ge­win­nen : um un­se­re Ärz­te und Kran­ken­häu­ser nicht zu über­la­sten ; Zeit, um äl­te­re Men­schen nicht un­nö­tig in Ge­fahr zu brin­gen ; Zeit, bis ein Ge­gen­mit­tel ge­fun­den ist. Je­der kann dazu ei­nen Bei­trag lei­sten. Für die­sen Bei­trag möch­te ich mich von gan­zem Her­zen be­dan­ken – ins­be­son­de­re bei den Men­schen in den Ge­sund­heits­be­ru­fen, der Si­cher­heit, im Le­bens­mit­tel­be­reich, den Apo­the­ken, im öf­fent­li­chen Ver­kehr oder der kri­ti­schen Infrastruktur.

Was Ober­öster­reich im­mer aus­ge­macht hat ist, dass wir zu­sam­men­hal­ten und zu­sam­men­hel­fen, wenn es dar­auf an­kommt.

Jetzt kommt es dar­auf an !

Wir wer­den aus der Kri­se lernen und dar­an wach­sen. Wir zie­hen alle an ei­nem Strang und wir wer­den das mit­ein­an­der mei­stern.

Euer Lan­des­haupt­mann Mag. Tho­mas Stelzer