Falsch verstandene Freiheiten?!

Meinungsfreiheit ein hohes Gut, dennoch deckt sie nicht alles!

Das Brief- und Telefon-„Geheimnis“??

IT Tech­nik – Die Ge­le­gen­heit macht Diebe !

Es war ein­mal, so be­gin­nen alle Mär­chen. So auch die Ge­schich­te vom Brief- bzw. Te­le­fon­ge­heim­nis im IT-Zeit­al­ter. Der Po­li­tik- und der Me­di­en­rum­mel durch „auf­ge­deck­te“ Ge­sprä­che, Mails oder Chats der letz­ten Mo­na­te zeigt, dass schein­bar nichts zu per­sön­lich ist um es aus­zu­kund­schaf­ten. In­tim­sphä­re, Fehl­an­zei­ge al­les wird als me­dia­le Waf­fe ein­ge­setzt um un­lieb­sa­me Per­so­nen zu kom­pro­mit­tie­ren. Na­tür­lich ist es un­be­streit­bar, dass es zur Auf­klä­rung von Straf­tat­be­stän­den mit­un­ter er­for­der­lich ist die per­sön­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on von Per­so­nen die zu Syn­di­ka­ten oder Ban­den ge­hö­ren ab­zu­hö­ren.  Im Rah­men von Po­li­zei- oder Staats­schutz­ak­tio­nen ist so ein Zu­griff aber von ei­nem Ge­richt bzw. Rich­ter zu ge­neh­mi­gen. So­gar da wird pe­ni­bel pro­to­kol­liert und kon­trol­liert dass, das im ge­setz­li­chen Rah­men pas­siert und nur re­le­van­te Tei­le öf­fent­lich preis­ge­ge­ben werden.

Nur weil es heute einfacher geht ?

Die Tech­nik macht´s mög­lich und im­mer mehr pri­va­te, po­li­ti­sche und wirt­schaft­li­che Grup­pen grei­fen aufs elek­tro­ni­sche Aus­spä­hen zu. Es ist schein­bar ein Ka­va­liers­de­likt und gut ge­üb­te und of­fen­bar ge­lit­te­ne Pra­xis sich selbst oder über „Schnüff­ler“ Zu­gang zu den per­sön­li­chen Da­ten, Te­le­fon­ge­sprä­chen, E‑Mails und SMS oder Chat­ge­sprä­che von Kun­den oder un­lieb­sa­men Mit­be­wer­bern zu ver­schaf­fen. Man hofft das man was fin­det, was die­sen Ein­griff ins Pri­va­te recht­fer­tigt. Sei es noch so per­sön­lich. Wenn nicht, dann wird auch mal zur Recht­fer­ti­gung was hin­ein­in­ter­pre­tiert. Das ist kri­mi­nell auch, weil es ein An­griff auf den ge­schütz­ten pri­va­ten Be­reich ei­nes Men­schen ist und je­des Ver­trau­en zer­stört. Die­se „STA­SI-Prak­ti­ken“ hin­ter­las­sen ei­nen dau­er­haf­ten Scha­den bei den Be­trof­fe­nen. Aber wenn es um sich greift auch in der Ge­sell­schaft. So, etwa durch den völ­li­gen Ver­trau­ens­ver­lust in die staat­li­che Ordnungsmacht.

Respekt vor der Privatsphäre der Menschen.

Jene die wirk­lich mit­le­sen/-hö­ren wol­len be­kom­men die Mit­tel dazu heu­te aber spie­lend in die Hän­de. Sei es noch so streng ver­bo­ten. Es wird of­fen­bar kei­ne Ge­le­gen­heit aus­ge­las­sen ein­zel­ne oder gan­ze Grup­pen zu be­spit­zeln. Ge­sam­mel­te In­for­ma­tio­nen wer­den aus Pro­fit­gier und nied­rig­sten Be­weg­grün­den ge­gen die Op­fer ver­wen­det. Wie zu­letzt in den Me­di­en be­rich­tet sind welt­weit Ap­ple iPho­ne Be­nut­zer mit der is­rae­li­schen Spio­na­gesoft­ware Pe­ga­sus aus­ge­horcht wor­den. Mit ihr kann, völ­lig un­auf­fäl­lig die Kon­trol­le über das in­fi­zier­ten iPho­nes über­nom­men wer­den. Bis­her sind welt­weit nur die Mo­bil­te­le­fo­ne der wich­tig­sten Per­sön­lich­kei­ten aus Wirt­schaft und Po­li­tik so­wie von kri­ti­schen und un­lieb­sa­men Per­sön­lich­kei­ten auf die ein­schleu­sten Codes über­prüft worden.

Die goldene Regel – wer das Gold hat, bestimmt die Regeln !

Ein tro­ja­ni­sches Pferd

Der Pe­ga­sus Her­stel­ler, die is­rae­li­sche Fir­ma NSO, gibt an nur an staat­li­che Stel­len ver­kauft zu ha­ben. Man denkt, na klar „hoch­se­ri­ös“! Was aber, wenn das vor al­lem to­ta­li­tä­re Staa­ten sind. Staa­ten in de­nen frag­wür­di­ge Per­so­nen­grup­pen da­mit Zu­griff auf die­se bri­san­te Späh-Soft­ware er­hal­ten ? Wenn die ver­mut­lich dann auch selbst noch mit Pe­ga­sus ihre Ge­schäf­te ma­chen, wird der Bock dann zum Gärt­ner. Trotz der an­geb­lich qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Si­cher­heits­ar­chi­tek­tur sind vor al­lem iPho­nes an­ge­grif­fen wor­den. Grund ist das In­ter­es­se an de­ren Käu­fer­grup­pe. iPho­nes be­sit­zen of­fen­bar zum al­ler­größ­ten Teil Per­so­nen von öf­fent­li­chem In­ter­es­se, so etwa  Jour­na­li­sten, Po­li­ti­ker, Ma­na­ger,… Wich­tig­stes Ein­falls­tor wa­ren nicht ge­schlos­se­ne Schwach­stel­le im Mes­sen­ger-Dienst i‑Message : Es ge­nüg­te, den Op­fern eine ma­ni­pu­lier­te Nach­richt über die­sen Dienst zu schicken. Ohne Nach­richt zu öff­nen hat Pe­ga­sus dann Zu­griff auf das iPhone.

Wer es nicht bemerkt, ist schutzlos ausgeliefert !

Das Bun­des­amt für Si­cher­heit in der In­for­ma­ti­ons­tech­nik (BSI) in Deutsch­land hat jetzt be­kannt ge­ge­ben, dass es für Un­ter­neh­men und Or­ga­ni­sa­tio­nen kaum eine ef­fek­ti­ve Schutz- oder Ver­tei­di­gungs­mög­lich­keit ge­gen Pe­ga­sus  gibt. Die Tie­fe, mit der die Soft­ware in die Han­dy-Be­triebs­sy­ste­me ein­dringt, lässt sie alle Schwach­stel­len aus­nutz­ten. Das ak­tu­ell ge­nutz­te Ein­falls­tor zu schlie­ßen hilft nur theo­re­tisch. Wenn man den iMes­sa­ge Dienst per Ad­mi­ni­stra­ti­ons­soft­ware de­ak­ti­viert, blei­ben ge­nug Si­cher­heits­lücken und An­griffs­punk­te wei­ter­hin of­fen. Up­dates der  Spe­zia­li­sten von NSO wer­den das Ruck Zuck um­ge­hen. Ei­nen ef­fek­ti­ven Schutz bie­ten nur teu­re Ver­schlüs­se­lun­gen und spe­zi­el­le Te­le­fo­ne, wenn man sich´s lei­sten kann !

Zum Herrscher über Medien, Markt und Menschen !

Der Fall ver­deut­licht wie breit die Be­dro­hung für Ver­ant­wor­tungs­trä­ger ist. Wenn so we­sent­li­che Tei­le der an­geb­lich un­ver­letz­li­chen Pri­vat­sphä­re und höchst per­sön­li­che Rech­te durch die un­kon­trol­lier­te Nut­zung von tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten Scha­den neh­men, ist Feu­er am Dach. Aus der Ge­schich­te wis­sen wir, dass es über­all Men­schen mit bö­sen Ab­sich­ten gibt. Alle to­ta­li­tä­ren Herr­scher und Staa­ten spä­hen ihre Bür­ger aus, um sie zu ma­ni­pu­lie­ren oder zum Schwei­gen zu brin­gen. Die gro­ße Ver­spre­chen, die of­fi­zi­ell ge­won­ne­nen In­for­ma­tio­nen nicht miss­bräuch­lich zu ver­wen­den, sind meist Ma­ku­la­tur. Jene Un­ter­neh­men und Or­ga­ni­sa­tio­nen, die sich an Re­geln hal­ten ha­ben, da­von gro­ße Nach­tei­le.  Die An­de­ren tun was im­mer mach­bar ist, um ihre Zie­le zu er­rei­chen. Sie ge­hen in wahr­sten Sinn des Wor­tes über Lei­chen. Wer oder was da­bei auf der Strecke bleibt, wenn halb le­ga­le oder il­le­gal be­schaff­te In­for­ma­tio­nen in die fal­schen Hän­de ge­ra­ten, ist den gro­ßen und klei­nen Ge­schäf­te­ma­chern egal.

Spalte die Gemeinschaft und der einzelne wird Spielball

Der Spalt­pilz pflanzt sich in der Ge­sell­schaft fort. Vie­le miss­bräuch­lich be­schaff­te In­for­ma­tio­nen wer­den zu „al­ter­na­ti­ven Wahr­hei­ten“ um­ge­formt. Auch frü­her gab es Lü­gen. Sie wer­den als fal­sche Be­haup­tun­gen und Ver­leum­dung ein­ge­setzt um Men­schen oder Or­ga­ni­sa­tio­nen zu schä­di­gen oder ihr An­se­hen zu ver­nich­ten. Sie ver­un­si­cher­ten die Men­schen und es dau­er­te lan­ge bis sie Wir­kungs­grö­ße auf die Ge­sell­schaft hat­ten. Heu­te kann man mit mo­der­nen Me­di­en in kür­ze­ster Zeit die brei­te Mas­se er­rei­chen. Sie mit „al­ter­na­ti­ven Wahr­hei­ten“ die in al­len Me­di­en und Fo­ren un­kon­trol­liert ver­brei­tet wer­den, auf­het­zen. Ge­schick­te Mei­nungs­ma­ni­pu­la­ti­on ge­hör­te im­mer schon zum In­stru­men­ta­ri­um von un­de­mo­kra­ti­schen Hetzern. 

Der Er­fin­der der al­ter­na­ti­ven Wahrheiten

Die Flut der täg­li­chen Mel­dun­gen ist rie­sig. Wer die Deu­tungs­ho­heit will, braucht auch die Macht über die klas­si­schen Me­di­en­ka­nä­le und die ist mitt­ler­wei­le sehr un­gleich ver­teilt. Kaum eine Zei­tung, Fern­seh- oder Ra­dio­sen­der ist von Me­di­en­mo­gu­len un­ab­hän­gig. Kei­ner kann ohne rie­si­ge Wer­be­ein­nah­men oder staat­li­che För­de­run­gen über­le­ben. Dar­über hin­aus ha­ben die als Da­ten­kra­ken be­kann­ten IT-Kon­zer­ne ent­schei­den­den Ein­fluss auf den In­for­ma­ti­ons­fluss und die Mei­nungs­bil­dung. Al­len Ver­spre­chen des Da­ten­schut­zes sind ver­ges­sen, wenn es dar­um geht die ei­ge­nen Er­war­tun­gen zu er­fül­len. Wie weit dies geht, zeig­te der letz­te Wahl­kampf in der USA. Bis zum An­griff auf das Ka­pi­tol in Wa­shing­ton wa­ren alle Ka­nä­le frei für die „al­ter­na­ti­ve Wahr­hei­ten“ des letz­ten Prä­si­den­ten. Erst als es auch um die IT-Me­di­en­frei­heit eng wur­de ließ man ihn fal­len und sperr­te sei­ne Kanäle.

Schlechte Ratgeber : Misstrauen, Missgunst und Schadenfreude !

Wenn dann noch die Or­ga­ne des Rechts­staa­tes mit ma­ni­pu­la­ti­ven ju­ri­sti­schen Spitz­fin­dig­kei­ten und viel Me­di­en­ge­tö­se durch Ver­un­glimp­fun­gen und Be­schä­di­gun­gen un­frei­wil­lig zum Spiel­ball wer­den, wird es für die Ge­sell­schaft be­droh­lich. Nicht zu Un­recht fra­gen sich die Men­schen dann : „Kann man nichts und nie­man­dem mehr ver­trau­en?“ Was bzw. wem kann oder soll man noch glau­ben ? Wen wun­dert es das sich die Men­schen dann bis­her vom Ver­trau­ten ab­wen­den ? Das ist be­ster Nähr­bo­den auf dem Spiel­platz der Son­der­lin­ge wie Quer­den­ker, Reichs­bür­ger und Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker. Die Zeit scheint her­auf zu zie­hen in der sol­che Gei­ster die Saat für die „star­ken Män­ner“ mit den ein­fa­chen Lö­sun­gen wie­der aus­brin­gen. So kann man eine funk­tio­nie­ren­de so­zia­le Ge­mein­schaft von in­nen de­mon­tie­ren. Da­mit ge­win­nen all jene de­nen In­ter­es­sens­ver­tre­ter der Bür­ger wie Po­li­ti­ker oder Ge­mein­schaf­ten wie Ge­werk­schaf­ten oder de­mo­kra­ti­sche Par­tei­en ein Dorn im Auge sind. Ra­di­ka­le Ego­isten für die nur die ei­ge­ne Vor­stel­lungs­welt zählt und nicht das Wohl­erge­hen der Gemeinschaft.

Vertrauen nährt – Misstrauen zehrt !

Ma­ni­pu­lier­te Blog­ger und Po­ster die un­ge­prüft je­der­zeit al­les und so­gar Lü­gen bei­na­he ri­si­ko­los un­ge­straft ver­öf­fent­li­chen kön­nen sind über­all auf der Welt Brand­be­schleu­ni­ger für die­se „Zünd­ler“ die der De­mo­kra­tie und dem Rechts­staat und da­mit der Ge­sell­schaft nichts Gu­tes wol­len. Zei­tun­gen, Sen­der in de­nen Re­dak­teu­re für ihre Mel­dun­gen Ver­ant­wor­tung tra­gen, tre­ten um die Gunst der Le­ser und Se­her ge­gen de­ren „Schlag­zei­len“ an. Die pro­fes­sio­nel­len Jour­na­li­sten müs­sen des­halb auch im­mer schnel­ler für spek­ta­ku­lä­re­re Schlag­zei­len sor­gen. Dar­un­ter lei­det die Qua­li­tät der In­hal­te. Es bleibt ja kaum Zeit um sie auf den Wahr­heits­ge­halt zur Prü­fung. Da­mit steigt die Ge­fahr, dass pro­fes­sio­nel­len Me­di­en­ma­cher auch auf das ge­fähr­li­che Ni­veau die­ser Blitz­blog­ger ab­sin­ken. Die se­riö­se In­for­ma­ti­on hat dann schlech­te Chan­cen und der Jour­na­lis­mus ge­rät trotz­dem ins Hintertreffen.

Denunzianten und Weltverschwörer

Da­her fei­ern De­nun­zi­an­ten­tum und Welt­ver­schwö­run­gen so­wie selbst­er­nann­te Rä­cher „der Ent­rech­te­ten“ im­mer mehr fröh­li­che Ur­ständ. Ihr Ge­dan­ke zur Mei­nungs­frei­heit ba­siert auf der An­nah­me al­les, also auch „al­ter­na­ti­ve Wahr­hei­ten“ = auch Lü­gen, un­ge­straft ver­brei­ten zu dür­fen. Das ist schlicht falsch. Mei­nungs­frei­heit setzt mün­di­ge Bür­ger vor­aus, die zwi­schen Recht und Un­recht un­ter­schei­den kön­nen. Men­schen die je nach Bil­dungs­grad den Wahr­heits­ge­halt ih­rer Mel­dun­gen prü­fen und sich ggf. durch se­riö­ser Re­cher­che aus le­ga­len Quel­len ihre Mei­nung bil­den, be­vor sie et­was verbreiten.

Aus der Geschichte nichts gelernt ?

Es kann da­her nicht aus­rei­chen sich auf „ge­hört ha­ben“ (=ge­mailt be­kom­men) oder ein­fa­chem „nach­sa­gen“ (=wei­ter­ge­lei­tet ha­ben) zu be­ru­fen. Das darf nicht rei­chen um, jede ha­ne­bü­che­ne Be­haup­tung un­ge­straft in die Welt zu set­zen. Oder Men­schen zu ver­un­glimp­fen nach dem Mot­to „es wird schon was hän­gen blei­ben!“ Wür­den sie sich das ge­fal­len las­sen ? Das Ver­trau­en in Be­rufs­grup­pen und Un­ter­neh­men so­wie öf­fent­li­che Dien­ste in Miss­kre­dit zu brin­gen und un­ge­straft zu be­schä­di­gen. Das al­les schä­digt das Ver­trau­en in die Grund­la­gen der Ge­mein­schaft. Trotz er­kenn­ba­ren Un­wahr­hei­ten je­mand mit Spitz­fin­dig­kei­ten vor den Kadi zu zer­ren um un­lieb­sa­me Kon­kur­ren­ten los­zu­wer­den. Was ge­schieht, wenn aus Vor­satz oder Dumm­heit alle Wer­te und Prin­zi­pi­en der Be­völ­ke­rung weich ge­klopft wer­den  und die Men­schen je­des Ver­trau­en ver­lie­ren. Zu­rück in die Stein­zeit ! Ha­ben wir aus der Ge­schich­te nichts gelernt ?

Wenige können heute viel mehr „Lärm“ machen !

Die Grö­ße der Grup­pen, für die ein Blog­ger im In­ter­net tat­säch­lich spricht, ist in der Re­gel mas­siv über­schätzt.  Wie kaum sonst wo wer­den im Netz rie­si­ge „Fas­sa­den“ auf­ge­baut, hin­ter de­nen aber nie­mand ist. Wie kaum wo­an­ders kön­nen We­ni­ge dort das In­ter­es­se der brei­ten Mas­se vor­gau­keln. Dar­auf be­ru­fen sie sich, wenn sie an­de­re ver­un­glimp­fen, ih­nen Scha­den im An­se­hen zu­fü­gen oder so­gar Hass ge­gen sie schü­ren. Sie wer­den ja kaum zur Rede ge­stellt oder ding­fest ge­macht. Es ist so als ob ei­ner mit Die­bes­gut in den Ta­schen in „hal­tet den Dieb“ in die Men­ge schreit da­mit alle, in alle Rich­tun­gen schau­en, nur nicht in sei­ne. Schon we­gen der lau­fend wach­sen­den An­zahl sol­cher Vor­fäl­le muss sich kaum ei­ner der Hass und Het­ze ver­brei­te­te vor recht­li­cher Ver­fol­gung fürch­ten. Von Wie­der­gut­ma­chung kann so­wie­so kei­ne Rede sein. Schlimm­sten Fal­les be­ruft er sich durch sei­nen An­walt dar­auf, dass er kein Fach­mann sei und hat : „… dies al­les falsch ver­stan­den und nicht so ge­meint!“ Ja, Fach­leu­te müs­sen  sich auch ih­rer Ver­ant­wor­tung be­wusst sein. Ein Mes­ser in der Kü­che zu ha­ben ist noch lan­ge nicht die Pla­nung ei­nes Mor­des. Es ist nur dann eine Mord­waf­fe, wenn ein Mör­der da­mit zu sticht. Mit den neu­en Me­di­en und IT-Tech­ni­ken ver­hält es sich eben­so. Nicht die Me­di­en, son­dern die, die sie ma­ni­pu­la­tiv Be­nut­zen ent­schei­den, ob sie zum Gu­ten oder Schlech­ten der Men­schen ein­ge­setzt werden.

Was kann ich schon machen ?

Alle Mel­dun­gen und Äu­ße­run­gen soll­te man mit dem Haus­ver­stand prü­fen, ob es lo­gi­sche Grün­de gibt, war­um sie rich­tig sein könn­ten. Als Po­ster soll­te man sich fra­gen, ob man das Ge­schrie­be­ne selbst so noch mit An­stand hin­neh­men könn­te ! Es braucht nicht viel um den der­zei­ti­gen Zu­stand zu ver­bes­sern. Zy­nisch be­merkt, man­che müss­ten nur zum „Bil­la“ ge­hen und den Haus­ver­stand wie­der ab­ho­len. Das wäre schon ein Rie­sen­schritt in die rich­ti­ge Rich­tung. Le­ben wir Ge­mein­schaft und ach­ten wir auf die Wor­te die in die Welt ge­setzt wer­den. Wie mäch­tig Wor­te sind, steht schon im al­ten Te­sta­ment : „Am An­fang war das Wort!“  Un­se­re Frei­heit, der Frie­den und die de­mo­kra­ti­schen Rech­te könn­ten ir­gend­wann wie­der da­von ab­hän­gen, ob wir den Rich­ti­gen, rich­tig zu­ge­hört haben.