OÖKB Lan­des­lei­tung im Par­la­ment & Lan­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um

OÖKB Lan­des­lei­tung be­sucht Schalt­stel­len der Re­pu­blik !

Im Juli wa­ren Mit­glie­der des Lan­des­prä­si­di­ums zu ei­ner In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung für wehr re­le­van­te Ver­ei­ne im Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Lan­des­ver­tei­di­gung ein­ge­la­den. Bun­des­mi­nis­ter Ge­ne­ral­ma­jor Mag. Tho­mas Star­lin­ger ist ge­bür­ti­ger Ober­ös­ter­rei­cher so­wie lang­jäh­ri­ges Mit­glied im OÖKB sei­ner Hei­mat­stadt Gmun­den. So kam es auch an­schlie­ßend zu ei­nem per­sön­li­chen Ge­spräch mit dem Mi­nis­ter, bei dem er die Lan­des­lei­tung mit 30 Per­so­nen zum Be­such im Bun­des­mi­nis­te­ri­um ein­ge­la­den hat. We­ni­ge Tage spä­ter hat die Ka­me­ra­din aus Walding, Ab­ge­ord­ne­te zum Na­tio­nal­rat Clau­dia Pla­kolm, bei ei­nem Ge­spräch nach ei­ner En­quete von den Plä­nen zur Ex­kur­si­on in das Mi­nis­te­ri­um er­fah­ren und die Rei­se­grup­pe auch zum Be­such der letz­ten Sit­zung der Über­gangs­re­gie­rung Bier­lein in das Par­la­ment ein­ge­la­den.

Der Ein­la­dung zum Be­such der letz­ten Par­la­ments­sit­zung und zur In­for­ma­ti­on über den Zu­stands­be­richt des Ös­ter­rei­chi­schen Bun­des­hee­res im BMLV, folg­ten bei­na­he alle Funk­tio­nä­re der Lan­des­lei­tung. Die Ge­le­gen­heit of­fe­nen Rest­plät­ze zu nut­zen nahm das Lan­des­prä­si­di­um zum An­lass, um auch die Le­bens­ge­fähr­tin­nen ih­rer Funk­tio­nä­re zu die­ser Rei­se in die Bun­des­haupt­stadt ein­zu­la­den.

So star­te­te drei­ßig Da­men und Her­ren mit dem Bus am 25. Sep­tem­ber um 6.00 Uhr von Ans­fel­den nach Wien. Am Steu­er saß Obm. Al­fred Kaar aus Bad Le­on­fel­den der die Grup­pe si­cher und pünkt­lich in der Ros­sau­er­ka­ser­ne im Zen­trum von Wien brach­te.

Im In­nen­hof vor dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um be­grüß­te Oberst Ul­fried Khom die Teil­neh­mer. Er stell­te ih­nen die Ge­schich­te und bau­li­chen Be­son­der­hei­ten der ehe­ma­li­gen k. & k. Ka­ser­ne vor und brach­te sie nach ei­ner Cá­fe­pau­se in ei­nen vor­be­rei­te­ten Kon­fe­renz­raum des Mi­nis­te­ri­ums. Dort stell­te er Obst. Gst­rein vor. Als Ex­per­te wirk­te er an dem bri­san­ten Be­richt Un­ser Heer 2030” mit und soll­te die­sen vor­stel­len. Da ging die Türe auf und Bun­des­mi­nis­ter Ge­ne­ral­ma­jor Mag. Tho­mas Star­lin­ger er­schien per­sön­lich. Er hat­te sich trotz des Ter­min­drucks durch die Mi­nis­ter­ats- und Na­tio­nal­rats­sit­zung die Zeit ge­nom­men sei­ne Ka­me­ra­din­nen und Ka­me­ra­den aus OÖ selbst per Hand­schlag zu be­grü­ßen.

In sei­nen sehr per­sön­li­chen Gruß­wor­ten, hat er auch sei­ne Mög­lich­kei­ten als Ex­per­ten­mi­nis­ter” der Über­gangs­re­gie­rung skiz­ziert. Die­se Po­si­ti­on er­mög­lich­te es ihm, ei­nen un­ge­schön­ten Be­richt über die pre­kä­re Si­tua­ti­on des Bun­des­hee­res und die künfti­gen Op­tio­nen bei sei­nen Ex­per­ten in Auf­trag zu ge­ben. Er kom­men­tier­te die er­nüch­tern­de Bi­lanz die­ser Zu­sam­men­fas­sung in kur­zen Wor­ten so, dass je­der der sich zu den in der Ver­fas­sung vor­ge­ge­be­nen Ver­pflich­tun­gen be­kennt, jetzt Hand­lun­gen ein­for­dern muss, wenn er die Si­cher­heit der Staats­bür­ger wei­ter ge­währ­leis­ten will. Es braucht so­fort fi­nan­zi­el­le Mit­tel um Sys­te­me, Fä­hig­kei­ten und er­for­der­li­ches Per­so­nal zu si­chern, wel­ches da­für un­er­läss­lich ist. Es gehe bei der For­de­rung von 0,4 % mehr nicht um die Fi­nan­zie­rung von ir­gend­wel­chen In­ves­ti­tio­nen hy­per­mo­der­nen Waf­fen bzw. Ge­rät, son­dern nur um die Ab­si­che­rung des Min­dest­stan­dards ei­nes zeit­ge­mä­ßen Hee­res. Mit be­son­de­rem Stolz ver­wies er auf die Leis­tungs- und Im­pro­vi­sa­ti­ons­be­reit­schaft der Sol­da­ten und Be­diens­te­ten. Sie ist aber mitt­ler­wei­le auch end­gül­tig an ihre Gren­zen ge­sto­ßen. Mit 1,5 % der wirt­schaft­li­chen Er­trä­ge des Staa­tes könn­te das Heer über die Run­den kom­men. Nie­mand wür­de es ris­kie­ren die Feu­er­wehr ab­zu­schaf­fen oder nicht or­dent­lich aus­zu­stat­ten. Die Si­cher­heit im in­ne­ren oder an den Gren­zen, die Hil­fe bei al­len Na­tur­ka­ta­stro­phen und Wah­rung der Neu­tra­li­tät hängt da­von ab. Er dank­te auch dem OÖKB der als Bin­de­glied zur Zi­vil­be­völ­ke­rung die dring­li­chen For­de­run­gen des Bun­des­hee­res ge­gen­über den Ver­ant­wor­tungs­trä­gern in der Re­pu­blik als gro­ße Wäh­ler­grup­pe auf­zeigt und ein­for­dert.

Im Dank an den Mi­nis­ter stell­te Prä­si­dent Jo­hann Puch­ner ein­deu­tig fest, das Si­cher­heit und Hil­fe für alle Staats­bür­ger zu ge­währ­leis­ten, das ge­mein­sa­me An­lie­gen von Bun­des­heer und Ka­me­rad­schafts­bund sind. Der OÖKB steht hin­ter den For­de­run­gen des Mi­nis­ters und weiß was die Soldat(inn)en und das Bun­des­heer leis­ten wenn es drauf an­kommt. Der OÖKB will auch das die Kin­der al­ler Staats­bür­ger, beim Grund­wehr­dienst ver­nünf­tig aus­ge­stat­tet und un­ter­bracht wer­den kön­nen. Sie soll­ten auch zu ih­rem Schutz die bes­te Aus­bil­dung be­kom­men und die­se als Ge­winn für ihr Le­ben mit­neh­men. Den eine er­leb­nis­rei­che Aus­bil­dung und gute Ka­me­rad­schaft blei­ben in Er­in­ne­rung. Sie prä­gen die Ein­stel­lung zum Wehr­dienst und Bun­des­heer so­mit auch für die Be­reit­schaft zum Dienst in der Mi­liz.

Nach­dem sich Bun­des­mi­nis­ter Star­lin­ger ver­ab­schie­det hat­te, hat Obst. Gst­rein den 130 sei­ti­ge Be­richt den Zu­hö­rern in über­sicht­li­cher Form prä­sen­tiert und Fra­gen be­ant­wor­tet. Mit vie­len neu­en Er­kennt­nis­sen und be­ein­druckt ist die Grup­pe um 11.00 Uhr mit dem Bus ins Par­la­ment auf­ge­bro­chen.

Bei der Hof­burg am Hel­den­platz an­ge­kom­men ging es zu Fuß vor­bei am De­mo­kra­tie Quar­tier zum Ein­gang in den Re­dou­ten­saal. Er dient als pro­vi­so­ri­scher Sit­zungs­saal des Na­tio­nal­rats wäh­rend der Sa­nie­rung des Par­la­ments­ge­bäu­des an der Ring­stra­ße. Ein Mit­ar­bei­ter von Ka­me­ra­din NR Clau­dia Pla­kolm be­grüß­te und be­glei­te­te die Grup­pe un­ter das Dach im 5. Stock. In die­sem Raum mit Blick über den hin­te­ren Teil der Hof­burg hat der jun­ge Mann aus Süd­ti­rol über das Ge­bäu­de, die Ge­schich­te des Par­la­men­ta­ris­mus und die Or­ga­ni­sa­ti­on des Na­tio­nal­ra­tes in­for­miert.

Nach ei­nem Blick in das im sel­ben Stock­werk als blaue Glas­ku­gel” ein­ge­bau­te Rund­funk­stu­dio, mar­schier­te die Ab­ord­nung hin­un­ter zur Zu­se­her­tri­bü­ne im Sit­zungs­saal. Sie war gut be­sucht und vie­le Zu­hö­rer folg­ten der De­bat­te über den Be­richt des Bud­get­aus­schus­ses. Um ca. 13.00 Uhr hat die Grup­pe das Hohe Haus ver­las­sen und wur­de in ein nahe ge­le­ge­nes Ge­bäu­de zum Tref­fen mit ih­rer Ka­me­ra­din Ab­ge­ord­ne­te Clau­dia Pla­kolm be­glei­tet.

Sehr er­freut be­grüß­te Sie ihre Lands­leu­te und dank­te für ihr In­ter­es­se an den po­li­ti­schen In­sti­tu­tio­nen. In kur­zen Wor­ten schil­der­te sie ihre Tä­tig­keit, be­rich­te­te über die ak­tu­el­len The­men und stand da­nach für Fra­gen be­reit. Aus dem zu­vor er­leb­ten wa­ren dann die The­men Bun­des­heer, Fi­nan­zen und Bil­dungs­po­li­tik An­lass re­ger Wort­mel­dun­gen. Da­bei sind Fra­gen zur Ein­füh­rung ab­ge­stuf­ter Taug­lich­keit bei der Stel­lung zum Wehr­dienst, der fi­nan­zi­el­len Aus­stat­tung des Hee­res und die zahl­lo­sen Re­for­men im Bil­dungs­we­sen von Kam. NR Clau­dia Pla­kolm kom­men­tiert wor­den. Nach ei­ner Stun­de ver­ab­schie­de­te sie sich herz­lich, da sie zur Sit­zung zu­rück­muss­te.

Zu Fuß ging es zu­rück über den Hel­den­platz vor­bei am Hel­den­denk­mal durch das äu­ße­re Burg­tor zum Bus. Die wei­te­re Fahrt führ­te mit dem Auf­ent­halt zum Es­sen in ei­nem Heu­ri­gen am Bi­sam­berg zum Stift Melk. Da die Ge­bäu­de um 18.00 Uhr be­reits ge­schlos­sen wur­den konn­ten nur die eben­so be­ein­dru­cken­den Au­ßen­an­la­gen be­sich­tigt wer­den. Dann mar­schier­ten die Teil­neh­mer hin­un­ter in die Stadt, um ihre Ein­drü­cke in ei­nem Cáfe aus­zu­tau­schen. Ge­gen 19.00 Uhr brach­te Obm. Al­fred Kaar sei­ne Ka­me­ra­din­nen und Ka­me­ra­den wie­der wohl­be­hal­ten und bei bes­ter Lau­ne wie­der nach Linz zu­rück. Dort en­de­te die über­aus in­ter­es­san­te aber auch ka­me­rad­schaft­li­che Ex­kur­si­on.