Milizeinsatz erfolgreich beendet !

Bekenntnis zur Miliz ?

OBH FiebermessenDer Co­vid-19 As­si­stenz­ein­satz, der als drit­ter Ein­satz der Mi­liz des Bun­des­heers durch­ge­führt wur­de, en­det mit 31 Juli. Da­her wer­den die Mi­liz­sol­da­ten nun wie­der in die Ka­ser­nen zu­rück ge­ru­fen und ab­ge­rü­stet. Die Mi­liz­sol­da­ten ha­ben die im Ein­satz ge­stell­ten An­for­de­run­gen be­stens er­füllt wes­halb der Mi­li­z­ei­n­satz er­folg­reich war. Nun ist die Zeit der Nach­be­spre­chun­gen. Die kön­nen sich aber nicht auf den As­si­stenz­ein­satz be­schrän­ken, son­dern müs­sen das Ge­samt­sy­stem Mi­liz so­wie das gan­ze Bun­des­heer um­fas­sen, wenn sie ernst ge­führt werden.

Warum Miliz Sinn macht ?

Kraftwerk OBH
Die Mi­liz si­chert die Infrastruktur

Ein­mal mehr sei dar­auf hin­ge­wie­sen, dass es in Öster­reich im Kri­sen- bzw. Be­dro­hungs­fall mehr als 20.000 be­son­ders schüt­zens­wer­te Ob­jek­te und Ein­rich­tun­gen gibt. ( Was­ser- oder En­er­gie­ver­sor­gung, Kran­ken­häu­ser, Ver­wal­tungs­ge­bäu­de, Ver­kehrs­an­la­gen,  Bot­schaf­ten,  Ka­ser­nen,…).  Die­se 24 Stun­den und sie­ben Tage die Wo­che über Mo­na­te zu si­chern ist mit ei­ner klei­nen Rumpfar­mee aus Be­rufs­sol­da­ten schon rein rech­ne­risch nicht mach­bar. In der Pra­xis kom­men dazu noch The­men wie etwa prak­tisch kei­ne Wach­dien­ste durch hö­he­re Dienst­gra­de oder Bin­dung des Stamm­per­so­nals als Sy­stem­er­hal­ter u.s.w. die da­bei gar nicht be­rück­sich­tigt sind.

Ein Gebot der Vernunft !

Miliz StatistikDa­mit die Auf­ga­ben für die Si­cher­heit und den Schutz der Be­völ­ke­rung ge­währ­lei­stet wer­den kön­nen, steht in der Ver­fas­sung, dass die Lan­des­ver­tei­di­gung in Form ei­nes Mi­liz­sy­ste­mes an­zu­le­gen ist. Trotz al­ler Ver­su­che die­ses Sy­stem aus­zu­höh­len, hat es sich die Be­völ­ke­rung bis heu­te nicht ka­putt ma­chen las­sen. Die Wehr­pflicht­ab­stim­mung war auch ein kla­res Be­kennt­nis zu dem Sy­stem der Ar­mee aus dem Volk und für das Volk. Dra­ma­tisch ist nur der Zu­stand die­ser Ar­mee. Ganz be­son­ders das feh­len von Aus­stat­tung, Ge­rät, Aus­rü­stung und Be­triebs­mit­tel auch bei der Miliz.

Kein Thema für Alt-68er und Generation X ?

OBH 4Weil das The­ma Bun­des­heer und Mi­liz kei­ne lau­fend pro­te­stie­ren­de „Gre­ta Thun­berg“ Lob­by hat, wird sie we­der öf­fent­lich noch po­li­tisch ernst ge­nom­men. Man­gels laut­star­ker öf­fent­li­cher Pro­te­ste ver­ur­sacht der Be­reich der Si­cher­heits­po­li­tik heu­te schein­bar kei­nen po­li­ti­schen Druck we­gen mög­li­cher Ver­lu­sten an Wäh­ler­stim­men.  Aber auch die rea­li­täts­fer­nen Ge­nera­tio­nen wer­den im schlech­te­sten Fall die Aus­wir­kun­gen der heu­ti­gen Ent­schei­dun­gen er­tra­gen müs­sen. Wenn man al­les Mi­li­tä­ri­sche stief­müt­ter­lich be­han­delt bzw. so­gar bis zu Nutz­lo­sig­keit aus­hun­gert, ist dies Vogel-Strauß-Politik. 

GrenzeinsatzDenn ei­nes ist si­cher, die näch­ste Kri­se wird trotz­dem kom­men. Sie wird kein Vi­deo­spiel sein und auch nicht im vir­tu­el­len Raum mit Ava­taren statt­fin­den. Die mei­sten Po­li­ti­ker al­ler Par­tei­en die schon seit vie­le Jah­re an der De­mon­ta­ge des Hee­res bzw. der Mi­liz mit­ge­wirkt ha­ben sind nicht mehr im Amt. Wie es jene rich­ten wer­den, die jetzt Hand­lun­gen set­zen kön­nen wer­den wir se­hen. Sie ha­ben die Wahl zwi­schen po­li­ti­schem Klein­geld schla­gen oder ernst­haf­ten Maß­nah­men zur Sa­nie­rung des Bun­des­hee­res. Wir müs­sen ehr­li­che Un­ter­stüt­zung ein­for­dern weil die Be­völ­ke­rung frü­her oder spä­ter den Preis für die Ent­schei­dun­gen be­zah­len wird.  Denn es hilft nicht wenn das Haus im Voll­brand steht fest zu stel­len, dass man die Feu­er­ver­si­che­rung nicht ge­zahlt hat.

Reformen und laufende Anpassung sind unbestritten

Un­be­strit­ten ist das es lau­fend Re­for­men braucht. Die Zeit ist we­der tech­nisch noch or­ga­ni­sa­to­risch ste­hen ge­blie­ben. So we­nig wie Be­feh­le heu­te per Pferd wie im Kai­ser­reich über­mit­telt wer­den, ge­nau­so we­nig ist auch die da­ma­li­ge Füh­rungs­struk­tur in die­sem Um­fang heu­te notwendig. 

Die Zeit ist we­der tech­nisch noch or­ga­ni­sa­to­risch ste­hen ge­blie­ben. Un­be­strit­ten ist, dass man mit der Zeit ge­hen muss. So we­nig wie Be­feh­le heu­te per Pferd wie im Kai­ser­reich über­mit­telt wer­den, ge­nau­so we­nig ist auch die da­ma­li­ge Füh­rungs- und Per­so­nal­struk­tur in die­sem Um­fang heu­te not­wen­dig. Ohne Pro­phet zu sein, kann man an­neh­men, dass die Mi­liz bzw. Re­ser­vi­sten bei ei­nem mo­der­nen und ef­fi­zi­en­ten Bun­des­heer eine im­mer grö­ße­re Rol­le spie­len werden.

Wie man das Bun­des­heer in den letz­ten Jah­ren be­han­del­te brach­te es an Rand der Glaub­wür­dig­keit. Von wel­chen Un­ter­neh­mer kann man da­nach er­war­ten, dass er Mi­liz­an­ge­hö­ri­ge frei­stel­len oder ger­ne in der Fir­ma ein­stel­len wird.

Ob Cy­ber-Kom­mu­ni­ka­ti­on, ver­netz­te Vor­rats­hal­tung durch pri­vat-pu­blic-part­nership oder be­fri­ste­te In­te­gra­ti­on von Fach­leu­ten in den Mi­li­tär­dienst, ver­bes­ser­te Le­bens­pla­nung im Sol­da­ten­be­ruf durch die Durch­läs­sig­keit in den öf­fent­li­chen Dienst so­wie zahl­lo­se an­de­re The­men, … Die Par­al­lel­welt der Mi­li­tärs und die der me­di­en­ge­steu­er­ten Po­li­tik sind ge­for­dert ehr­lich so­wie scho­nungs­los ohne Pfrün­de und Ei­tel­kei­ten zu dis­ku­tie­ren. Die Er­geb­nis­se wür­den si­cher die Ef­fi­zi­enz des Hee­res stei­gern und da­mit ech­te Ko­sten­ein­spa­rung ohne Lei­stungs­ver­lust bringen.

Sicherheit und Hilfe Kernleistung des Staates !

Untern Miliz

Seit der Stein­zeit ha­ben sich Men­schen in Grup­pen zu­sam­men­ge­schlos­sen um sich durch die Si­cher­heit und Hil­fe der Ge­mein­schaft Wohl­stand zu schaf­fen. Bei­des sind auch Kern­lei­stun­gen des mo­der­nen Staa­tes. Aber Si­cher­heit und Hil­fe ist auch heu­te nur dort mög­lich wo im Kri­sen­fall ein Sol­dat steht. Die not­wen­di­ge Per­so­nal­stär­ke wird auch in Zu­kunft nur durch das Mi­liz­sy­stem auf­ge­bracht wer­den können.

„Sicherheit ist nicht alles – aber ohne Sicherheit ist alles nichts!“

Es ist höch­ste Zeit kla­re Vor­schlä­ge auf den Tisch zu brin­gen und für die Mit­tel zur Um­set­zung zu sor­gen, den al­les an­de­re ko­stet si­cher mehr Geld oder auch Men­schen­le­ben. Es gibt sehr vie­le Grün­de sich ehr­lich zu ma­chen und breit über wirk­lich al­les zu dis­ku­tie­ren sonst geht es uns ei­nes Ta­ges wie dem Volk im Mär­chen „des Kai­sers neue Kleider“.