Ver­su­chung als Her­aus­for­de­rung

Frie­dens­got­tes­dienst auf der Gis

Gis 2015Bei herr­li­cher som­mer­li­cher Abend­stim­mung ha­ben am 7. Juli mehr Teil­neh­mer als je zu­vor am tra­di­tio­nel­len Frie­dens-Got­tes­dienst beim Gip­fel­kreuz auf der Gis” in Lich­ten­berg teil­ge­nom­men. Ob­mann Kon­su­lent Dr. Tho­mas Schwierz und die OG-Ei­den­berg ha­ben mit dem Mot­to Spi­ra­le der Ver­su­chung“ wie­der­um ein sehr ak­tu­el­les und bri­san­tes The­ma auf­ge­grif­fen. Es war ein An­stoß zum Nach­den­ken wie sehr Wohl­erge­hen und Frie­den al­ler von ge­leb­ten Wer­ten ab­hän­gig ist.

Nicht nur in der in­ter­na­tio­na­len und re­gio­na­len Po­li­tik, nein auch im all­täg­li­chen Le­ben ei­nes je­den pral­len täg­lich Mo­ral und Ver­su­chung auf­ein­an­der. All­zu oft bie­ten sich ein­fa­che Lö­sun­gen zum Scha­den an­de­rer Men­schen an. Da­mit wird auch Un­frie­den ge­sät. Je­der steht täg­lich in der Ver­ant­wor­tung nach sei­nen Mög­lich­kei­ten für sich, sei­ne Nächs­ten und die All­ge­mein­heit mit über­leg­ten Ent­schei­dun­gen der Ver­su­chung und Ver­lo­ckung zu wi­der­ste­hen. Da­bei reicht es nicht über Wer­te zu spre­chen, sie müs­sen ge­lebt wer­den.

Zur Le­sung vom Sün­den­fall (Gen 1,15–17;3,1–7) und dem Evan­ge­li­um über die Ver­su­chung Jesu (Mt 4,1−11) hielt Ob­mann Schwierz ein Im­puls­re­fe­rat :

Ver­su­chun­gen ist je­der von uns aus­ge­setzt. Wie das Evan­ge­li­um auf­zeigt, be­gin­nen die Ver­su­chun­gen zu­meist mit klei­nen Din­gen und wer­den, wenn man sich über die Stim­me des Ge­wis­sens hin­weg­setzt und vor­der­grün­dig da­mit auch Er­folg hat, im­mer grö­ßer, bis man aus Ei­tel­keit das Schick­sal her­aus­for­dert oder aus Ego­is­mus und Gier über Lei­chen zu ge­hen be­reit wird.

Letzt­end­lich muss der Mensch, wenn er die Spi­ra­le der Ver­su­chung durch­lau­fen hat, fest­stel­len, dass all sei­ne ober­fläch­li­chen Be­gier­den nicht wirk­lich in­ner­lich be­frie­di­gen kön­nen, und er muss er­ken­nen, dass er in Wahr­heit nackt ist. Fas­ten heißt nicht, we­ni­ger zu es­sen, son­dern die Ver­lo­ckun­gen des All­tags für eine Zeit be­wusst bei­sei­te zu las­sen und sich Zeit zum Nach­den­ken über das ei­gent­li­che Ziel zu neh­men.

Wir müs­sen da­nach trach­ten, Ver­su­chun­gen als sol­che zu er­ken­nen. Wenn wir dann – wie Je­sus – sa­gen, Hin­weg mit dir, Sa­tan!“, dann lässt er zu­min­dest für eine ge­wis­se Zeit von uns ab, und wir fin­den wie­der in­ne­ren Frie­den.

200 Be­su­cher, dar­un­ter Bgm. Adi Hin­ter­hölzl und OÖKB-Eh­ren­prä­si­dent Sepp Kus­mitsch mit Gat­tin so­wie 14 Orts­grup­pen mit Fah­nen und Ver­ei­ne aus den Be­zir­ken Rohr­bach, Perg, Frei­stadt und Linz-Land fei­er­ten mit. Er­neut ha­ben die Wei­sen­blä­ser aus Ei­den­berg zur stim­mungs­vol­len Ge­stal­tung des Abends viel bei­getra­gen was der gro­ße Ap­plaus ein­drucks­voll un­ter­strich.

Bei ei­ner Jau­se und den Klän­gen der Wei­sen-Blä­ser ist der Abend auf der Ter­ras­se des Gast­hau­ses zur Gis da­nach ka­me­rad­schaft­li­che aus­ge­klun­gen.

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