Gute Nachricht – Erfolgreiche Infusionstherapie gestartet !

Studien besagen 65-75 % Risikoreduktion

 : Neue Infusionstherapie für Hochrisikopatient(inn)en !

LANDESKORRESPONDENZ  (Pres­se­aus­sen­dung vom 7.1.2022)

Eine neue Be­hand­lungs­me­tho­de für Hoch­ri­si­ko­pa­ti­en­tin­nen und ‑pa­ti­en­ten, die po­si­tiv auf SARS-Co­V‑2 ge­te­stet wur­den und bei de­nen sich auf­grund be­stimm­ter Ri­si­ko­fak­to­ren ein schwe­rer Krank­heits­ver­lauf bzw. eine sta­tio­nä­re Be­hand­lung ab­zeich­net, wird nun auch in Ober­öster­reich etabliert. 

Zur An­wen­dung wird die­se bei Hoch­ri­si­ko­pa­ti­en­tin­nen und ‑pa­ti­en­ten im Kran­ken­haus­be­reich kom­men. Mit 17. Jän­ner star­tet das Salz­kam­mer­gut-Kli­ni­kum als er­stes Kran­ken­haus in  die The­ra­pie mit mo­no­k­lo­na­len An­ti­kör­pern, die­se soll dann auf wei­te­re Spi­tä­ler aus­ge­rollt wer­den. Die bis­he­ri­gen Er­fah­run­gen zei­gen, dass sich da­durch ein schwe­rer Ver­lauf bzw. Auf­ent­halt im Spi­tal in vie­len Fäl­len ver­mei­den lässt.

Ober­öster­reich be­schrei­tet den Weg, ak­tiv mit In­for­ma­tio­nen zur mo­no­k­lo­na­len An­ti­kör­per­the­ra­pie auf die be­trof­fe­nen Pa­ti­en­tin­nen und Pa­ti­en­ten der Ri­si­ko­grup­pen zu­zu­ge­hen. Ziel­grup­pe sind jene be­reits an Co­ro­na er­krank­ten Men­schen mit dem al­ler­höch­sten Ri­si­ko für ei­nen schwe­ren Krank­heits­ver­lauf. Im Kep­ler Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum wur­den bis­lang ei­ni­ge Me­di­ka­men­te zur An­ti­kör­per-The­ra­pie in ei­ner er­sten Test­pha­se un­ter­sucht, und be­reits jetzt gibt es gute Er­fah­run­gen da­mit. Im Rah­men die­ser Un­ter­su­chun­gen wur­den bei­spiels­wei­se im KUK be­reits mehr als 200 Pa­ti­en­tin­nen und Pa­ti­en­ten mit­tels mo­no­k­lo­na­ler An­ti­kör­per-The­ra­pie sta­tio­när oder am­bu­lant be­han­delt. Die Dau­er der in­tra­ve­nö­sen Me­di­ka­ti­on be­trägt eine hal­be Stun­de bis zu ei­ner Stun­de. Da­nach wer­den die Pa­ti­en­tin­nen und Pa­ti­en­ten min­de­stens noch eine wei­te­re Stun­de be­ob­ach­tet. Auf­grund der Tat­sa­che, dass die Per­so­nen in­fi­ziert sind und hier ein er­höh­tes Maß an Si­cher­heit ge­währ­lei­stet sein muss, fin­den die The­ra­pien vor­erst nur in Kli­ni­ken statt.

„Auch wenn die­se Be­hand­lun­gen kein Er­satz für ver­füg­ba­re, vor­beu­gen­de Maß­nah­men wie die Imp­fung sind, so stel­len sie doch eine sehr er­freu­li­che Er­wei­te­rung un­se­rer Be­hand­lungs­mög­lich­kei­ten und da­mit ein wei­te­res wich­ti­ges Si­cher­heits­netz dar“, meint Pri­mar Priv.-Doz. Dr. Bernd Lam­precht, Vor­stand der Kli­nik für Lun­gen­heil­kun­de am Kep­ler Universitätsklinikum.

Stu­di­en ha­ben zu­vor für die­se The­ra­pie­form eine viel­ver­spre­chen­de Ri­si­ko­re­duk­ti­on im Aus­maß von 65 bis 75 Pro­zent ge­zeigt. Vor­erst kön­nen in Ober­öster­reich ge­mäß dem vom Bund zur Ver­fü­gung ge­stell­ten Kon­tin­gent wö­chent­lich etwa 650 Per­so­nen be­han­delt wer­den. Die Ko­sten pro The­ra­pie bzw. ein­ma­li­ger In­fu­si­on lie­gen der­zeit bei rund 2.000 Euro.

„Ab­ge­se­hen da­von, dass wir die­sen Men­schen hof­fent­lich ei­nen leid­vol­len und oft lan­gen Kli­nik­auf­ent­halt er­spa­ren kön­nen, ent­la­sten wir da­mit na­tür­lich auch un­se­re me­di­zi­ni­sche In­fra­struk­tur. Für uns ist die­se The­ra­pie ei­ner von meh­re­ren He­beln, um die Kri­se zu be­wäl­ti­gen“, ist Lan­des­haupt­mann Mag. Tho­mas Stel­zer von die­ser neu­en Be­hand­lungs­me­tho­de überzeugt.

„Das wirk­sam­ste Mit­tel im Kampf ge­gen schwe­re und töd­li­che Ver­läu­fe ist und bleibt je­doch im­mer noch die Schutz­imp­fung. In Zei­ten wach­sen­der Fall­zah­len im Zu­sam­men­hang mit der Omi­kron-Va­ri­an­te ist die­se nun wich­ti­ger denn je. Jeg­li­che zu­sätz­li­che Hil­fe, die schwe­re Co­ro­na­ver­läu­fe ver­hin­dern kann und da­mit auch die Spi­tals­ka­pa­zi­tä­ten schützt, ist ein wich­ti­ger Schritt im Kampf ge­gen das Vi­rus“, ap­pel­liert Ge­sund­heits­re­fe­ren­tin LH-Stell­ver­tre­te­rin Mag.a Chri­sti­ne Ha­ber­lan­der an die Impf­be­reit­schaft der Bevölkerung.