Kriegerfriedhof St. Barbara glänzt wieder!

Grenzübergreifende Kameradschaft lässt Linzer Kriegerfriedhof erstrahlen!

Der Zahn der Zeit hat­te sich schon tief in die Denkmäler und Grab­steine am Kriegerfried­hof des Linz­er St. Bar­bara Fried­hof hinein gefressen. Auch die ehe­mals zieren­den Sträuch­er haben ihre Fas­son längst ver­loren. Dieser Zus­tand ließ den Präsi­den­ten der Offiziers­ge­sellschaft Oberst Ger­hard Utz sowie den Obmann des OÖKB Stadtver­band Traun bzw. Kom­man­dan­ten des Schützenko­rps Traun,  Chris­t­ian Engerts­berg­er und Bgdr Dr. Johannes Kainzbauer als Lan­des­geschäfts­führer des Schwarzen Kreuz, aktiv wer­den.

Der Zahn der Zeit hat­te nicht nur an den Inschriften und Denkmälern genagt son­dern auch die Zier­sträuch­er und Büsche wuch­ern lassen, sodass sie die Gedenkstätte verun­stal­teten. Kurz gesagt, es war viel aufzuräu­men und sauber zu machen.
Nun glänzt die Anlage wieder in würdi­ger Weise.

Noch dazu boten Kam­er­aden der deutschen  Reservis­tenkam­er­ad­schaft Püt­tlin­gen“  ihre Hil­fe an um die Gedenkstätte wieder auf Vor­der­mann zu brin­gen.  Dieses Ange­bot wurde gerne angenom­men, weil man ihren Korps­geist und Kön­nen let­ztes Jahr bei einem anderen Pro­jekt des Schwarzen Kreuz  ken­nen gel­ernt hat­te.

Gelebte Kameradschaft  über Grenzen hinweg

So rück­ten am 30. August  sieben Spezial­is­ten mit ihrem Obmann, Haupt­feld­webel der Reserve Bernd Län­gler, aus dem  650 km ent­fer­n­ten Saar­land an.  Die Kam­er­aden der „Reservis­tenkam­er­ad­schaft Püt­tlin­gen“ leis­ten alljährlich viele Wochen ehre­namtliche Arbeit bei der Sanierung von Kriegerfried­höfen.  Ihre Erfahrung und Kön­nen zeigte auch am Bar­barafried­hof rasch Wirkung. Beina­he völ­lig verblasste Inschriften auf den Grab­steinen wur­den rasch wieder gut les­bar und der Grün­be­wuchs auf den Steine wich wieder dem edlen Ste­inglanz. Erste Besuch­er die vor­bei gin­gen waren erstaunt  wie schön die Anlage und wie gut les­bar alle Inschriften wieder waren.

Mit Hochdruck an die Arbeit!

Stadtver­band Obmann Chris­t­ian Engerts­berg­er im Ein­satz mit schw­eren Gerät.

Am ersten Tag sind alle Grab­stellen und Denkmäler, Sock­el und Wege mit dem „Hochdruck­reiniger“ gesäu­bert wor­den. Trotz Büro­job zeigte sich auch der Obmann des Stadtver­band Traun, bzw. Trauner Schützenkops, Chris­t­ian Engerts­berg­er, sehr tal­en­tiert im Umgang mit dem kräfti­gen Wasser­strahl. Auch die  333 Met­al­lkreuze der Gräber der gefal­l­enen Linz­er Sol­dat­en des zweit­en Weltkriegs sind von Rost befre­it und abgeschlif­f­en wor­den.


Tolles Ergebnis der mühevollen Handarbeit

In den fol­gen­den Tagen wur­den in minu­tiös­er Han­dar­beit  alle Inschriften auf Steinen und Kreuzen nachge­zo­gen und restau­ri­ert. Auch die Inschrift auf dem Fam­i­lien­grab des ehe­ma­li­gen Batail­lon­skom­man­dan­ten des k. u. k. Infan­teriereg­i­ment Hes­sen Nr. 14, Oberst i.R. Hein­rich Sauer, eben­falls  am Bar­barafried­hof wurde geputzt und die Schrift saniert. Nach vie­len Stun­den schweißtreiben­der Arbeit waren schließlich alle Schriftze­ichen wieder in leser­lichen und besten Zus­tand.


Nun wieder Parkanlage statt immergrüner Wildwuchs

Mit viel Kör­pere­in­satz rück­te die Truppe den wild wuch­ern­den Zier­sträuch­er und Büschen zu Leibe. Nach­dem Äste und Zweige gekürzt und so aus­gedün­nt waren, ist Anlage wieder vom war­men Son­nen­licht durch­flutete wor­den. Dadurch wirkt die Gedenkstätte viel gepflegter sowie fre­undlich­er und ist wieder ein  ein­laden­der und würdi­ger Ort des Gedenkens.


Nicht nur die Anlagen auch Kameradschaft gepflegt

Natür­lich ist die Gele­gen­heit auch genutzt wor­den um den deutschen Kam­er­aden aus den Saar­land auch mit oberöster­re­ichis­che Gast­fre­und­schaft ver­traut zu machen. Am drit­ten Arbeit­stag waren die Kam­er­aden von den Tra­di­tionsver­bän­den zu einen extra für Sie organ­isierten Schießwet­tbe­werb ein­ge­laden.  Am Lan­deshauptsch­ieß­s­tand in Ebels­berg kon­nten sie erst­mals mit dem öster­re­ichis­chen Stur­mgewehr ihre Tre­ff­sicher­heit unter Beweis stellen. Sie haben sich dabei wack­er geschla­gen. Beim anschließend Kam­er­ad­schaftsabend wur­den die Ergeb­nisse ordentlich gefeiert.


Das Militärkommando OÖ dankte.

Am vor­let­zten Tag wurde an dem weit­ge­hend fer­tig gestell­ten Denkmal der Gefal­l­enen des Zweit­en Weltkrieges ein Gedenkakt mit dem Bun­desheer  abge­hal­ten. Ein Ensem­ble der Mil­itär­musik OÖ begleit­ete mit feier­lich­er Musik die Zer­e­monie. Der stel­lvertre­tende Mil­itärkom­man­dant, Oberst Ger­hard Boj­tos über­re­ichte den Kam­er­aden in Dank und in Anerken­nung ihres Ein­satzes für die Gefal­l­enen Sol­dat­en, eine Urkunde des Mil­itärkom­man­dos.



Ehrung vom Schwarzen Kreuz

Am späten Nach­mit­tag ist dem Lan­des­geschäfts­führer des Schwarzen Kreuzes, Bgdr Dr. Johannes Kainzbauer der Abschluss der Arbeit­en gemeldet wor­den. Das gelun­gene Werk ist mit einem Aben­dessen im Alhartinger Hof in Leond­ing gefeiert wor­den. Bei diesem Anlass ist den ver­di­en­ten Kam­er­aden der Reservis­tenkam­er­ad­schaft Püt­tlin­gen auch vom Schwarzen Kreuz mit der Ver­lei­hung von Ver­di­en­stausze­ich­nun­gen gedankt wor­den.

Weiter im Geist der Kameradschaft

Erst spät klang nach vie­len heit­eren Erzäh­lun­gen und fröh­lichen Stun­den der kam­er­ad­schaftliche Abend aus. Die edle Geste und das kam­er­ad­schaftliche Miteinan­der wer­den allen Beteiligten noch lange in bester Erin­nerung bleiben.