LH zum Vor­fall in Leo­pold­schlag

Lan­des­haupt­mann Stel­zer : Bin er­schüt­tert und zor­nig.“

Das sind schreck­li­che Nach­rich­ten, die mich zu­tiefst be­trof­fen ma­chen. Ich bin in mei­nen Ge­dan­ken bei den Op­fern und ih­ren Fa­mi­li­en. Wie wahr­schein­lich vie­le Lands­leu­te, bin ich zor­nig und er­schüt­tert, weil ein Mann, dem un­ser Land Schutz und Si­cher­heit bie­tet, so et­was Bes­tia­li­sches ver­bro­chen ha­ben soll ! Das darf uns als Ge­sell­schaft je­doch nicht dazu ver­lei­ten, Flücht­lin­ge pau­schal und un­dif­fe­ren­ziert zu ver­däch­ti­gen oder gar zu ver­ur­tei­len. Ich bin über­zeugt : Die gro­ße Mehr­heit der Flücht­lin­ge ist dank­bar, dass un­ser Land Schutz und Si­cher­heit bie­tet. Sie wol­len hier bei uns in Frie­den le­ben“, sagt Lan­des­haupt­mann Mag. Tho­mas Stel­zer in sei­ner ers­ten Re­ak­ti­on auf das schreck­li­che Ver­bre­chen am 14. Ok­to­ber in Leo­pold­schlag.

Der Lan­des­haupt­mann hat den Lan­des­si­cher­heits­rat für die­se Wo­che ein­be­ru­fen. Im kon­kre­ten Asyl­ver­fah­ren des ver­däch­ti­gen Af­gha­nen for­dert Lan­des­haupt­mann Tho­mas Stel­zer, dass die noch of­fe­ne zweit­in­stanz­li­che Ent­schei­dung beim Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt auf Grund von Ge­fahr im Ver­zug“ oder öf­fent­li­chem In­ter­es­se“ vor­ge­zo­gen wird. Dies sei recht­lich mög­lich und im ak­tu­el­len Fall auch zwin­gend not­wen­dig, ist der Lan­des­haupt­mann über­zeugt.

Klar sei, dass die nächs­te Bun­des­re­gie­rung ei­nen kla­ren Hand­lungs­auf­trag habe : Straf­fäl­li­ge Flücht­lin­ge müs­sen kon­se­quent ab­ge­scho­ben wer­den. Wer un­se­re Hil­fe miss­braucht, ver­wirkt sein Gast­recht. Da darf es kei­ne Dis­kus­si­on ge­ben, auch zum Schutz der an­ge­spro­che­nen gro­ßen Mehr­heit je­ner Flücht­lin­ge, die mit uns und im Ein­klang un­se­res Rechts­staa­tes le­ben möch­ten“, stellt der Lan­des­haupt­mann klar.