Antrittsrede des neuen US-Präsidenten Dr. Joseph Robert Biden jr!

Rückkehr des “American Spirit” gibt neues Vertrauen!

Der 20. Jän­ner 2021 wird wohl als ein beson­der­er Tag nicht nur in die Geschichte der Vere­inigten Staat­en von Ameri­ka einge­hen. Mit der Angelobung des neuen Präsi­den­ten, Dr. Joseph Robert Biden junior, als 46. Präsi­den­ten, endete eine Ära der Unberechen­barkeit und inter­na­tionale Unsicher­heit in der und im Umgang mit der USA. Den Aus­gang hat­te diese zulet­zt vom „Sturm“ auf´s Capi­tol gekrönte Herrschaft mit der Wahl des Mul­ti­mil­lionärs Don­ald Trump zum Präsi­den­ten genom­men. Mit ihm sind alter­na­tive “Wahrheit­en” also Lügen hof­fähig gewor­den, alle nicht genehmen Vere­in­barun­gen aufgekündigt sowie tra­di­tionelle Nor­men oder auch Part­ner­schaften in Frage gestellt worden. 

BidenSicher­lich, hat auch der neue Präsi­dent zuerst für das Woh­lerge­hen seines Lan­des Sorge zu tra­gen. Dies wird ihm durch die Spal­tung der Bevölkerung und die Bedro­hun­gen durch die außer Kon­trolle ger­atene Pan­demie nicht erle­ichtert. Das wird auch auf den mit 78 Jahren erfahre­nen Poli­tik­er viel Druck ausüben. Wieviel Spiel­raum dem Präsi­dent Dr. Joe Biden auch außen­poli­tisch bleiben wird, wird vom innen­poli­tis­chen Erfolg abhän­gen. Trotz­dem war bere­its in sein­er Antrittsrede der Geist der Aussöh­nung und die Rück­kehr zu vernün­ftiger und nachvol­lziehbar­er Poli­tik ein­deutig spür­bar.  Mit der Rück­kehr zu diplo­ma­tis­chen Gepflo­gen­heit­en und in inter­na­tionale Organ­i­sa­tio­nen, sowie die Reak­tivierung beschädigter Part­ner­schaften weckt er hohe Erwartun­gen. Präsi­dent Dr. Joe Biden verkün­det die Erneuerung des „Amer­i­can Spir­it“ der aus Kraft des Gemein­schaft genährt wer­den wird.  Um ein Gefühl für seine Werte und Leitlin­ien zu bekom­men und Ver­trauen zu gewin­nen, lohnt es sich diese Antrittsrede genau zu lesen.    (Link zum orig­i­nal Bericht und Quelle der Ansprache hier klick­en)               

Antrittsrede des 46. US Präsidenten 

Dr. Joseph Robert BIDEN junior

Heute ist der Tag Amerikas. Dies ist der Tag der Demokratie. Ein Tag der Geschichte und der Hoff­nung, der Erneuerung und der Entschlossen­heit. Aus einem Schmelztiegel viel­er Men­schen ist über Jahrhun­derte diese Nation  ent­standen und nun wurde es erneut auf die Probe gestellt. Ameri­ka hat diese Her­aus­forderung angenom­men. Daher feiern wir heute nicht den Tri­umph eines Kan­di­dat­en, son­dern von Werten, den Werten der Demokratie. Dem Volk — der Wille des Volkes — wurde gehört, und der Wille des Volkes wurde beherzigt.

Wir haben dabei wieder gel­ernt, dass Demokratie kost­bar ist, dass Demokratie zer­brech­lich ist. Doch in dieser Stunde, meine Fre­unde, hat die Demokratie gesiegt. So kom­men wir nun wieder vor Gott als eine unteil­bare Nation auf diesem geheiligten Boden zusam­men. Wo noch vor weni­gen Tagen mit Gewalt ver­sucht wurde, das Capi­tol in seinen Grund­festen zu erschüt­tern find­et nun die friedliche Über­gabe der Macht statt, so wie wir sie seit mehr als zwei Jahrhun­derten tun.

Während wir auf unsere einzi­gar­tige amerikanis­che Art und Weise nach vorne blick­en, rast­los, kühn und opti­mistisch, und auf die Ziele unsere Nation set­zen, von der ich weiß, dass ich für diese Nation nun ver­ant­wortlich bin und sie weit­er­hin vor­wärts brin­gen muss, danke ich den anwe­senden Vorgängern bei­der Parteien. Eben­so danke ich Präsi­dent Carter, mit dem ich gestern Abend gesprochen habe und der heute nicht bei uns sein kann. Ich danke ihnen allen aus tief­stem Herzen für ihren lebenslan­gen Dienst an ihrem Land. Und ich weiß um die Wider­stands­fähigkeit unser­er Ver­fas­sung und ihre Stärke sowie die Kraft unser­er Nation.

Ich habe ger­ade einen heili­gen Eid geleis­tet, den jed­er dieser mein­er Vorgänger abgelegt hat. Der Eid, den als erster George Wash­ing­ton geschworen hat. Aber die amerikanis­che Geschichte hängt nicht von einem einzel­nen Präsi­den­ten ab, nicht ein­mal von mehreren Präsi­den­ten, son­dern von allen Amerikan­ern. Von uns, dem Volk, das eine vol­lkommenere Gemein­schaft anstrebt. Dies ist eine großar­tige Nation. Wir sind gute Men­schen. Und im Laufe der Jahrhun­derte haben wir es durch Sturm und Zwi­etra­cht in Frieden und im Krieg zu diesem her­rlichen Land gemacht. Aber wir haben noch einen weit­en Weg vor uns.

Die Regierung wird rasch und unter größter Anstren­gung voran­schre­it­en, denn wir haben in diesem “Win­ter der Gefahren” alle Mit­tel auszuschöpfen um viel zu tun. Viel zu heilen, viel wieder­herzustellen, viel zu bauen und viel zu gewin­nen. Wenige Gen­er­a­tio­nen in der Geschichte unser­er Nation wur­den mehr her­aus­ge­fordert oder lebten in ein­er Ära die her­aus­fordern­der oder schwieriger als die Zeit, die wir ger­ade jet­zt erleben. Ein Jahrhun­dertvirus, der still und leise das Land heim­sucht, hat in einem Jahr so viele Men­schen­leben von uns gefordert wie der gesamte Zweit­en Weltkrieg.

Mil­lio­nen von Arbeit­splätzen sind ver­loren gegan­gen. Hun­dert­tausende von Geschäften mussten schließen. Der Schrei nach Gerechtigkeit und gegen Ras­sis­mus in unserem Land ist etwa 400 Jahre alt, er bewegt uns heute erneut. Denn der Traum von Gle­ich­heit und Gerechtigkeit für alle lässt sich ein­fach nicht länger auf­schieben. Ein verzweifel­ter Schrei ums Über­leben der nicht zu über­hören ist kommt auch von unserem Plan­eten.  Dem Auf­stieg des poli­tis­chen Extrem­is­mus, der ras­sis­tis­chen weißen Vorherrschaft, des inländis­chen Ter­ror­is­mus, müssen wir entschlossen ent­ge­gen­treten und ihn besiegen.

Um diese Her­aus­forderun­gen zu beste­hen, die Seele des Lan­des wieder zu heilen und die Zukun­ft Amerikas zu sich­ern, bedarf es so viel mehr als guter Worte. Es erfordert das schwierig­ste von ein­er Demokratie — Einigkeit und Gemein­schaft! eben­falls an einem Jan­u­artag, dem Neu­jahrstag des Jahres 1863, unterze­ich­nete Präsi­dent Abra­ham Lin­coln die Unab­hängigkeit­serk­lärung. Als er den Stift aufs Papi­er set­zte, sagte Präsi­dent Lin­coln: “Wenn mein Name jemals in die Geschichte einge­ht, dann für diese einzi­gar­tige Erk­lärung, denn meine ganze Seele steckt in ihr”.

Meine ganze Seele ist heute an diesem Jan­u­artag 2021, bei dieser Angelobung. Meine ganze Seele steckt darin, Ameri­ka zu vere­inen, unser Volk zu vere­inen, unsere Nation zu vere­inen. Und ich bitte jeden Amerikan­er, sich mir bei dieser Sache anzuschließen. Vere­int gegen die Feinde zu kämpfen, denen wir gegenüber­ste­hen – der Wut, den Ressen­ti­ments und Hass, Extrem­is­mus, Geset­zlosigkeit, Gewalt, Krankheit, Arbeit­slosigkeit und Hoffnungslosigkeit.

Mit Einigkeit kön­nen wir große und wichtige Dinge tun. Wir kön­nen Unrecht kor­rigieren, wir kön­nen Men­schen wieder Arbeit geben, wir kön­nen unsere Kinder wieder in sicheren Schulen unter­richt­en. Wir kön­nen den tödlichen Virus besiegen, wir kön­nen Arbeit­splätze schaf­fen, wir kön­nen die Mit­telk­lasse wieder­auf­bauen und Arbeit­splätze sich­er machen, wir für kön­nen Ras­sen­gerechtigkeit sor­gen und wir kön­nen Ameri­ka wieder zur führen­den Kraft für das Gute in der Welt machen.

Ich weiß, von Gemein­schaft zu sprechen, kann für manche in diesen Tagen wie eine törichte Fan­tasie klin­gen. Ich weiß, dass die Kräfte, die uns spal­ten wollen, tief­sitzend und real sind. Aber ich weiß auch, dass sie nichts Neues sind. Unsere Geschichte war ein ständi­ger Kampf zwis­chen dem amerikanis­chen Ide­al, dass wir alle gle­ich geschaf­fen sind und der harten, hässlichen Real­ität, dass Ras­sis­mus, der vom Glauben an die eigene Über­legen­heit lebt und auch Angst schürt, uns auseinan­derg­eris­sen haben. Dieser Kampf dauert beständig an und der Sieg dage­gen ist nie sicher.

Im Bürg­erkrieg, der großen Depres­sion, den Weltkriegen, den 9/11 Anschlä­gen, im Kampf, trotz großer Opfer und Rückschläge haben wir mit der Unter­stützung unser­er Beeschützer immer gesiegt. In jedem dieser Momente haben sich genug von uns zusam­menge­fun­den, um uns weit­er vor­wärts zu tra­gen. Das wer­den wir auch jet­zt wieder tun. Geschichte, Glaube und Ver­nun­ft zeigen uns den Weg. Den Weg der Einigkeit.

Wir soll­ten einan­der nicht als Geg­n­er, son­dern als Nach­barn sehen. Wir soll­ten uns gegen­seit­ig mit Würde und Respekt behan­deln. Wir soll­ten unsere Kräfte bün­deln, das aggres­sive Geschrei been­den und die über­triebene Aufre­gun­gen zurück­fahren. Denn ohne Gemein­schaft gibt es keinen Frieden, nur Bit­terkeit und Wut, keinen Fortschritt, nur verzehrende Empörung. Keine Nation, son­dern nur ein chao­tis­ch­er Haufen. Dies ist ein his­torisch­er Moment der Krise und eine Her­aus­forderung. Und nur Gemein­schaft bringt uns wieder auf den Weg nach vorn. Wir müssen diesen Her­aus­forderun­gen als „die Vere­inigten” Staat­en von Ameri­ka begegnen.

Wenn wir das tun, garantiere ich, dass wir nicht scheit­ern wer­den. Wir haben in Ameri­ka noch nie ver­sagt, wenn wir gemein­sam gehan­delt haben. Und so lasst uns heute gemein­sam, an diesem Tag, an diesem Ort, neu begin­nen. Fan­gen wir wieder an, einan­der zuzuhören, einan­der zu ver­ste­hen, einan­der zu acht­en. Zeigen wir uns gegen­seit­ig Respekt. Poli­tik muss nicht ein wüten­des Feuer sein, das alles in seinem Weg zer­stört. Nicht jede Mei­n­ungsver­schieden­heit muss ein Grund für den total­en Krieg sein. Die Unkul­tur Fak­ten zu manip­ulieren oder sog­ar selb­st zu erfind­en wer­den, und müssen wir wieder ablehnen.

Meine amerikanis­chen Mit­bürg­er, wir müssen anders sein als zulet­zt. Wir müssen bess­er sein als das was wir zulet­zt erlebt haben. Ich glaube das Ameri­ka viel bess­er als das ist. Schauen Sie sich ein­fach um. Hier ste­hen wir im Schat­ten der Kup­pel des Capi­tols. Wie bere­its erwäh­nt, sie wurde im Schat­ten des Bürg­erkriegs vol­len­det. Als die Union selb­st buch­stäblich in der Schwebe hing. Wir hal­ten das aus, wir wer­den siegen. Hier ste­hen wir und blick­en auf diesen prächti­gen Platz, wo Dr. Mar­tin Luther King von seinem Traum sprach.

Hier ste­hen wir, wo vor 108 Jahren bei ein­er anderen Amt­se­in­führung Tausende von Demon­stran­ten ver­sucht­en, mutige Frauen zu block­ieren, die für ihr Wahlrecht marschierten. Und heute feiern wir die Verei­di­gung der ersten Frau, die in eines der wichtig­sten Ämter dieses Lan­des gewählt wurde, Vizepräsi­dentin Kamala Har­ris. Erzählen Sie mir nicht, dass sich die Dinge nicht ändern kön­nen. Hier ste­hen wir heute, wo vor uns schon Helden, sich für die Mit­bürg­er und Mit­bürg­erin­nen in größter Hingabe opfer­ten. Sie mögen in ewigem Frieden und Dankbarkeit ruhen.

Und hier ste­hen wir nur wenige Tage, nach­dem ein ran­dalieren­der Mob dachte, er könne mit Gewalt den Willen des Volkes zum Schweigen brin­gen, die Arbeit unser­er Demokratie stop­pen, uns von diesem heili­gen Boden vertreiben. Das ist nicht geschehen, das wird nie geschehen, nicht heute, nicht mor­gen, niemals. Niemals! An alle, die unseren Wahlkampf unter­stützt haben: Ich bin gedemütigt vor Ihrem großen Ver­trauen, das Sie in mir und meinem Team  ent­ge­genge­bracht haben. All jenen, die uns nicht unter­stützt haben, möchte ich Fol­gen­des zurufen. Hört uns wenig­stens an, wenn wir auch weit­erge­hen. Messen sie mich, an meinen, Tat­en und an meinem Herzen.

Wenn Sie immer noch ander­er Mei­n­ung sind, dann soll es so sein. Das ist Demokratie. Das ist Ameri­ka. Es ist ihr Recht, friedlich zu wider­sprechen. Dies ist die Leit­planke unser­er Demokratie. Es ist vielle­icht die größte Stärke unser­er Nation. Hören Sie mir gut zu: Mei­n­ungsver­schieden­heit­en dür­fen nicht zur Spal­tung führen. Und deshalb ver­spreche ich Ihnen. Ich werde ein Präsi­dent für alle Amerikan­er sein, für wirk­lich alle Amerikan­er. Und ich ver­spreche Ihnen, dass ich für diejeni­gen, die mich nicht unter­stützt haben, genau­so kämpfen werde wie für diejeni­gen, die für mich gekämpft haben.

Vor vie­len Jahrhun­derten schrieb der heilige Augusti­nus — ein Heiliger mein­er Kirche -, dass ein Volk eine Menge ist, die durch die gemein­samen Werte ihrer Liebe definiert wird. Definiert durch die gemein­samen Werte ihrer Liebe. Was sind die gemein­samen Werte, die wir als Amerikan­er lieben, die uns als Amerikan­er definieren? Ich denke, wir wis­sen es. Chan­cen, Sicher­heit, Frei­heit, Würde, Respekt, Ehre und ja, die Wahrheit.

Die let­zten Wochen und Monate haben uns eine schmerzhafte Lek­tion erteilt. Es gibt die Wahrheit und es gibt die Lüge. Lügen, um Macht und Prof­it zu erzie­len. Jed­er Präsi­dent hat die Pflicht und Ver­ant­wor­tung als Bürg­er, als Amerikan­er und beson­ders als Führer dieses Lan­des, der Ver­fas­sung zu fol­gen und unsere Nation zu schützen. Dies heißt die Wahrheit zu vertei­di­gen und Lügen zu besiegen.

Sehen Sie, ich ver­ste­he, dass viele Mit­bürg­er die Zukun­ft mit Angst und Ban­gen betra­cht­en. Ich ver­ste­he, dass sie sich um ihre Jobs sor­gen. Ich ver­ste­he, dass sie, wie mein Vater, nachts im Bett liegen und an die Decke star­ren und denken: “Kann ich mir meine Kranken­ver­sicherung weit­er leis­ten? Kann ich meine Hypothek bezahlen?’ Sie denken über ihre Fam­i­lien nach, darüber, was als näch­stes kommt. Ich ver­spreche Ihnen, ich ver­ste­he das. Aber die Antwort ist nicht, weg zuse­hen. Sich in eine abgeschlossene Gruppe gle­ich­gesin­nter zurück­zuziehen. Allen zu mis­strauen, die nicht so ausse­hen wie man selb­st, die nicht so gläu­big sind wie man selb­st, die ihre Nachricht­en nicht aus der­sel­ben Quelle beziehen wie man selbst.

Wir müssen diesen „geisti­gen“ Kriegszu­s­tand been­den, der Rot gegen Blau, Land gegen Stadt, kon­ser­v­a­tiv gegen lib­er­al ausspielt. Wir kön­nen dies tun, wenn wir unsere See­len öff­nen, anstatt unsere Herzen zu ver­schließen, wenn wir ein wenig mehr Tol­er­anz und Demut zeigen und wenn wir bere­it sind, in die Schuhe ander­er Per­so­n­en zu schlüpfen, wie meine Mut­ter sagen würde. Nur einen Moment lang in deren Schuhen zu ste­hen um mit ihren Kopf zu denken.

Denn es ist im Leben so, dass es keine Garantie gibt, was das Schick­sal mit uns vor hat. An manchen Tagen braucht man eine helfende Hand. Es gibt andere Tage, da sind wir aufgerufen selb­st zu helfen. So muss es sein, das ist es, was wir täglich füreinan­der tun kön­nen. Und wenn wir dies tun, wird unser Land stärk­er wer­den, wohlhaben­der, bere­it sein für die Zukun­ft. Trotz­dem kön­nen wir immer noch ander­er Mei­n­ung sein.

Meine amerikanis­chen Mit­bürg­er, bei der Arbeit, die vor uns liegt, wer­den wir uns gegen­seit­ig brauchen. Wir brauchen all unsere Kraft, um diesen dun­klen Win­ter durchzuste­hen. Es ste­ht die vielle­icht schlimm­ste und tödlich­ste Peri­ode der Pan­demie noch vor uns. Wir müssen die Poli­tik deshalb bei­seite schieben und uns dieser Pan­demie endlich als “eine Nation” stellen. Eine Gemein­schaft mit Kraft. Und ich ver­spreche es ihnen, es wird sein wie es in der Bibel ste­ht: “Das Weinen mag eine Nacht andauern, die Freude kommt am Mor­gen. Wir wer­den diese Plage gemein­sam über­ste­hen. Gemeinsam!

Schauen Sie, sowie alle Kol­le­gen mit denen ich hier oben im Repräsen­tan­ten­haus und im Sen­at zusam­me­nar­beite, wir wis­sen, dass uns die ganze Welt heute zusieht. Sie beobachtet uns heute ganz beson­ders. Hier ist also meine Botschaft an die Men­schen jen­seits unser­er Gren­zen. Ameri­ka wurde auf die Probe gestellt und wir gehen gestärkt daraus her­vor. Wir wer­den unsere Allianzen repari­eren und uns wieder der Welt zuwen­den. Nicht um die Her­aus­forderun­gen von gestern zu meis­tern, son­dern die von heute und mor­gen erfol­gre­ich zu beste­hen. Und wir wer­den nicht nur mit unseren Kräften, son­dern mit der Macht unseres Beispiels vorangehen.

Zu den Opfern dieser Heim­suchung gehören zahllose Mit­bürg­erin­nen und Mit­bürg­er, Müt­ter, Väter, Söhne, Töchter, Fre­unde, Nach­barn und Kol­le­gen. Wir wer­den sie ehren, indem wir das Volk und die Nation wer­den, die wir sein kön­nen und sein soll­ten. So bitte ich Sie, lassen Sie uns ein stilles Gebet für diejeni­gen sprechen, für jene die durch die Pan­demie ihr Leben ver­loren haben, für die Hin­terbliebe­nen und für unser Land. (stilles Gebet) Amen.

Mit­bürg­er, es ist eine Zeit der Prü­fung. Wir ste­hen einem Angriff auf unsere Demokratie und auf die Wahrheit gegenüber, einem wüten­den Virus, ein­er stechen­den Ungerechtigkeit, sys­temis­chem Ras­sis­mus, einem Kli­ma in der Krise, Amerikas unklare Rolle in der Welt. Jedes einzelne dieser The­men würde aus­re­ichen, um uns auf tief­greifende Weise her­auszu­fordern. Aber Tat­sache ist, dass wir mit allen diesen The­men auf ein­mal kon­fron­tiert sind, was diese Nation mit ein­er der größten Ver­ant­wor­tun­gen kon­fron­tiert sehen, die wir je hat­ten. Jet­zt wer­den wir auf die Probe gestellt. Wer­den wir antreten?

Es ist Zeit für Kühn­heit, denn es gibt so viel zu tun. Und dies ist sich­er, das ver­spreche ich Ihnen. Wir wer­den danach beurteilt wer­den, Sie und ich, wie wir diesen per­ma­nen­ten Strom an Krisen unser­er Zeit lösen. Wir wer­den uns der Sit­u­a­tion stellen. Wer­den wir diese einzi­gar­ti­gen und schwieri­gen Stun­den meis­tern? Wer­den wir unseren Verpflich­tun­gen nachkom­men und unseren Kindern eine neue und bessere Welt übergeben? Ich glaube, dass wir das müssen, und ich bin sich­er, dass Sie das auch tun. Ich glaube, wir wer­den es schaf­fen, und wenn wir es schaf­fen, wer­den wir das näch­ste große Kapi­tel in der Geschichte der Vere­inigten Staat­en von Ameri­ka schreiben. Ein neues Kapi­tel der amerikanis­chen Geschichte.

Eine Geschichte, die vielle­icht wie ein Lied klingt, das mir viel bedeutet, ist die amerikanis­che Hymne und es gibt eine Stro­phe, die zumin­d­est für mich her­aussticht und sie geht so:

‘Die Arbeit und Gebete von Jahrhun­derten haben uns zu diesem Tag gebracht, der unser Ver­mächt­nis sein soll, was wer­den unsere Kinder sagen? Lass mich in meinem Herzen wis­sen, wenn meine Tage vor­bei sind, Ameri­ka, Ameri­ka, ich gab mein Bestes für dich!’

Lasst uns unsere eigene Arbeit und unsere Gebete der sich ent­fal­tenden Geschichte unser­er großen Nation hinzufü­gen. Wenn wir das tun, dann wer­den unsere Kinder und Kinde­skinder, wenn unsere Tage vorüber sind, von uns sagen: ‘Sie gaben ihr Bestes, sie tat­en ihre Pflicht, sie heil­ten ein zer­broch­enes Land!

Liebe Mit­bürg­erin­nen und Mit­bürg­er, ich schließe den Tag dort, wo ich ihn begonnen habe, mit einem heili­gen Schwur. Vor Gott und vor Ihnen allen gebe ich Ihnen mein Wort. Ich werde immer auf Ihrer Seite ste­hen. Ich werde die Ver­fas­sung vertei­di­gen, ich werde unsere Demokratie verteidigen.

Ich werde Ameri­ka vertei­di­gen und ich werde alles, was ich tue, in Ihren Dienst stellen — für Sie alle. Ich denke nicht an die Macht, son­dern an die Möglichkeit­en. Nicht an per­sön­liche Inter­essen, son­dern für das Gemein­wohl arbeiten.

Und gemein­sam wer­den wir eine amerikanis­che Geschichte der Hoff­nung schreiben, nicht der Angst. Von Ein­heit statt Spal­tung, von Licht statt Dunkel­heit. Eine Geschichte von Anstand und Würde, Liebe und Heilung, Größe und Güte. Möge dies die Geschichte sein, die uns leit­et. Die Geschichte, die uns inspiri­ert. Die Geschichte, die im kom­menden Zeital­tern erzählt wird soll sagen, dass wir dem Ruf der Geschichte gefol­gt sind, dass wir den Augen­blick erkan­nt haben. Dass die Demokratie und die Hoff­nung, die Wahrheit und die Gerechtigkeit nicht unter unseren Augen gestor­ben sind, son­dern weit­er gedei­hen kon­nten. Dass Ameri­ka die Frei­heit zu Hause gesichert hat und wieder als ihr Leucht­turm in der Welt Gel­tung bekom­men hat. Das sind wir unseren Vor­fahren, einan­der und den nach­fol­gen­den Gen­er­a­tio­nen schuldig.

So wen­den wir uns mit Ziel­stre­bigkeit und Entschlossen­heit den Auf­gaben unser­er Zeit zu. Getra­gen vom Glauben, angetrieben von der Überzeu­gung und einan­der und dem Land, das wir von ganzem Herzen lieben, ergeben. Möge Gott Ameri­ka seg­nen und Gott unsere Trup­pen beschützen.

Ich danke dir, Amerika.