Österreicher höchster General der EU !

General Robert Brieger Vorsitzender der Generalstabschefs der EU

Gen. Robert Brieger Vorsitzender der Generalstabchefs aller EU-Länder.

Der Ge­ne­ral­stabs­chef des öster­rei­chi­schen Bun­des­heers, Ge­ne­ral Ro­bert Brieger

Das Eu­ro­pean Uni­on Mi­li­ta­ry Com­mit­tee ist für die Um­set­zung der ge­mein­sa­men Si­cher­heits- und Ver­tei­di­gungs­po­li­tik al­ler EU Staa­ten ver­ant­wort­lich. Ge­ne­ral Ro­bert Brie­ger ist am 19. Mai 2021 bei der Wahl zum „Chair­man of the Eu­ro­pean Uni­on Mi­li­ta­ry Com­mit­tee“ in Brüs­sel, von al­len 27 EU-Staa­ten be­stä­tigt wor­den. Er über­nimmt da­mit den Vor­sitz al­ler Ge­ne­ral­stabs­chefs der Eu­ro­päi­schen Uni­on von Ge­ne­ral Clau­dio Gra­zia­no  aus Ita­li­en. Die­se Spit­zen­funk­ti­on im Eu­ro­päi­schen Uni­on wird alle drei Jah­re neu be­setzt.  Nach Ge­ne­ral­leut­nant Wolf­gang Wo­solsobe (2013 bis 2016 Ge­ne­ral­di­rek­tor des Mi­li­tär­stabs der Eu­ro­päi­schen Uni­on) den der OÖKB bei ei­nem Be­such in der Mi­li­tär­mis­si­on in Brüs­sel ken­nen ge­lernt hat­te, ist Ge­ne­ral Ro­bert Brie­ger be­reits der zwei­te öster­rei­chi­sche  Of­fi­zier in ei­ner Spit­zen­po­si­ti­on in der Eu­ro­päi­schen Union.

Die große Karriere eines österreichischen Offiziers !

Ge­ne­ral­stabs­chef Ge­ne­ral Ro­bert Brie­ger ist 1956 ge­bo­ren, ver­hei­ra­tet und Va­ter von drei Kin­dern. Beim Prä­senz­dienst 1975, hat er sich für den Dienst beim Bun­des­heer ent­schie­den. Nach er­folg­rei­chen Ab­schluss der Mi­li­tär­aka­de­mie sam­mel­te er prak­ti­sche Er­fah­rung bei ver­schie­de­nen Kom­man­do­ver­wen­dun­gen bei der Trup­pe. 1988 Ge­ne­ral­stabskurs als Stabs­chef bei der 9. Pan­zer­gre­na­dier­bri­ga­de in Göt­zen­dorf und ist spä­ter in die mi­li­tär­stra­te­gi­sche Füh­rung Bun­des­mi­ni­ste­ri­ums be­ru­fen wor­den. Dort war er auch für die Pla­nung und Vor­be­rei­tung der ÖBH Ein­sät­ze im In- und Aus­land ver­ant­wort­lich und in ver­schie­de­nen Spit­zen­funk­tio­nen eingesetzt. 

Durch Fort­bil­dun­gen an der Füh­rungs­aka­de­mie der Deut­schen Bun­des­wehr, an der NATO-Schu­le in Ober­am­mer­gau und am NATO De­fen­se Col­le­ge in Rom, ver­fügt er über ge­die­ge­nes mi­li­tä­ri­sches Fach­wis­sen auf in­ter­na­tio­na­len Stan­dard so­wie weit­rei­chen­de Kon­tak­te. Prak­ti­sche Aus­lands­er­fah­rung hat er sich als Kom­man­dant des öster­rei­chi­schen Kon­tin­gents im Ko­so­vo (2001–2002) so­wie als ver­ant­wort­li­cher Grup­pen­lei­ter für den Tschad-Ein­satz von (2008 bis 2010) er­wor­ben. Als er­ste mul­ti­na­tio­na­le Kom­man­do­funk­ti­on be­kam er 2010 die Ver­ant­wor­tung für die EU­FOR-Trup­pe aus 25 Na­tio­nen in Bos­ni­en und Her­ze­go­wi­na über­tra­gen. Er war auch maß­geb­lich am Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess des Bun­des­hee­res so­wie an der Aus­ar­bei­tung und Um­set­zung der Streit­kräf­te­pla­nung „ÖBH 2010“ be­tei­ligt. Auch als Stabs­chef im Ver­tei­di­gungs­mi­ni­ste­ri­um er­wies sich der viel­sei­ti­ge Ex­per­te je­der Si­tua­ti­on ge­wach­sen und so sind ihm zu­letzt die Auf­ga­ben als Ge­ne­ral­stabs­chefs des Öster­rei­chi­schen Bun­des­heers über­tra­gen worden.

Verteidigungsministerin und Bundesheer sind stolz !

„Wir sind stolz, dass mit Ge­ne­ral Ro­bert Brie­ger ein Öster­rei­cher die höch­ste mi­li­tä­ri­sche Funk­ti­on in der Eu­ro­päi­schen Uni­on über­nimmt. Sei­ne Be­stel­lung ist eine wei­te­re Be­stä­ti­gung für die aus­ge­zeich­ne­ten Lei­stun­gen der öster­rei­chi­schen Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten im in­ter­na­tio­na­len Staa­ten­ver­bund,“ äu­ßer­te sich Ver­tei­di­gungs­mi­ni­ste­rin Maga. Klau­dia Tan­ner zu der Wahl. Mit der ho­hen Qua­li­tät der Aus­bil­dung, brei­te Er­fah­run­gen im In- und Aus­land so­wie  di­plo­ma­ti­schen Ge­schick, ge­nie­ßen öster­rei­chi­sche Sol­da­ten und Of­fi­zie­re in in­ter­na­tio­na­len po­li­ti­schen und mi­li­tä­ri­schen Krei­sen gro­ßen Re­spekt und Wertschätzung. 

Ausdruck der Wertschätzung Österreichs

Auch Bun­des­kanz­ler Se­ba­sti­an Kurz war von die­ser Wahl be­gei­stert und freu­te sich auch über die­se Form der Auf­wer­tung Öster­reichs. „Es ist wirk­lich er­freu­lich und wich­tig, dass Öster­reich hier­mit eine be­son­de­re Rol­le im Si­cher­heits­be­reich der EU über­nimmt. Un­ser Heer be­weist mit sei­nen zahl­rei­chen Aus­lands­ein­sät­zen Tag für Tag, dass Öster­reich Ver­ant­wor­tung über­neh­men will und kann. Dass wir nun die­se Füh­rungs­po­si­ti­on ein­neh­men, ist ein wich­ti­ger Schritt für Öster­reich“. Er schloss sich den Glück­wün­schen vie­ler na­tio­na­ler und in­ter­na­tio­na­ler Ver­ant­wor­tungs­trä­gern an.